Heut muss ich mich mal wieder outen, ich bin ein großer Fan von der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. Sie ist eine der wenigen Politiker(innen), denen ich vertraue. Sie ist echt – zumindest glaube ich das. (Papa, Du musst jetzt kein Herzinfarkt kriegen, „die Linke“ wähle ich noch nicht. Ich muss es an dieser Stelle erwähnen, da Papa regelmäßig meinen Blog liest und daher die Gefahr besteht, dass er mich für das nächste Sonntagsessen ausladen würde).

Ich fand schon immer kämpferische Frauen toll! Über Suffragetten hab ich ganz viel gelesen und bin sogar zum Grab von Emmeline Pankhurst gepilgert (eher zufällig). Und auf die Bücher von Mary Shelley bin ich über ihre Mutter Mary Wollstonecraft gestoßen. Auch sie war eine englische Frauenrechtlerin. Ehm… und jetzt wird’s etwas peinlich… also bei der Serie „Fackeln im Sturm“ mochte ich Virgilia am liebsten. Das ist aber ein anderes Thema.

Wahrscheinlich finde ich Sahra Wagenknecht nur so faszinierend, weil sie sehr gebildet ist, ich finde gebildete Menschen grundsätzlich interessant. Vor allem in Literatur kennt sie sich aus, ich glaube, das war ausschlaggebend, dass ich mich überhaupt mit ihr ein wenig mehr beschäftigen wollte, als mit anderen Politikern. Also wie sie Zusammenhänge zwischen Politik und Literatur herstellen kann – WOW! Das macht sogar für mich Politik ein wenig interessant.

Sahra-Wagenknecht

Nun aber zu den Büchern, da Sahra Wagenknecht auch mehrere Bücher geschrieben hat. Ich wollte unbedingt wissen, was sie schreibt und wie sie schreibt, daher habe ich auf der Buchmesse beim Verlag nachgefragt, ob ich eins der Bücher von Frau Wagenknecht bebloggen darf. Wenn ich ein Buch zum Rezensieren bekomme, schreibe ich auch darüber… bei dem Buch wird es mir jedoch schwer fallen, da ich zugeben muss, dass ich es nicht zu Ende gelesen habe.

Das Buch liegt schon seit über einem halben Jahr abwechselnd auf meinem Nachtisch oder neben meinem Sofa. Ich hab mich voller Begeisterung auf das Buch gestürzt, aber dann hab ich doch immer nur ein-zwei Aufsätze gelesen und es wieder weggelegt. Irgendwann hab ich es dann gar nicht mehr genommen. Es sind eigentlich zwei Bücher in einem Band, ich bin aber nur bis zur Hälfte des ersten Buches gekommen.

Ich interessiere mich zwar ein wenig für Politik und Wirtschaft und höre auch täglich Nachrichten…. aber eben nur ein wenig. Die Themen interessieren mich leider nicht genug, um mich abends damit beschäftigen zu wollen.

Das Buch enthält eine ganze Reihe von Reden und Aufsätzen, beginnend mit dem Jahre 2002 bis 2012.
Hinzu kommt, dass das Buch kompliziert geschrieben ist, sowohl die Wortwahl als auch der Satzbau sind sehr Komplex. Zu viele Zahlen, zu viele Statistiken, zu viele Fachwörter erschwerten mir das Folgen zu sehr. Dabei sind viele Analysen sehr schlüssig, gut belegt, interessant und faszinierend. Problematisch war für mich auch, dass das Zeitgeschehen von vor 12 Jahren hier aufgegriffen wurde, ich konnte mich nicht immer Geschehen erinnern, welches thematisiert wurde, bis zu den „neueren“ Aufsätzen bin ich nicht vorgestoßen.

Mein Interesse war einfach nicht groß genug.

Das Buch kostet 10 €, es ist erschienen im Verlag „Das neue Berlin“.

Möchte es jemand von Euch haben? Dann schreibt ein Kommentar oder eine Mail. Der erste, der sich meldet, soll es bekommen, ich schicke es ihm/ihr zu. Vielleicht ist es bei Euch besser aufgehoben.

Erstellt am April 6, 2014
Schlagworte:
Kategorien: Alles Andere


3 Antworten zu “Was Sahra Wagenknecht so schreibt…”

  1. Ich mag sie auch sehr gerne, also gemessen an dem. was sie in Talkshows und dergleichen einbringt, also als Mensch und abgesehen von ihrer "Richtung". Sie wirkt auf mich authentisch und aufrichtig.
    LG

  2. ERP sagt:

    Obwohl dieser Blog schon einige Zeit besteht würde ich gerne einiges dazu bemerken.
    1. ein Vater der sein Kind nicht zum essen einlädt, weil das Kind eine Partei wählt die dem Vater nicht gefällt, ist kein Vater, sondern ein Tyrann! Ich würde stattdessen den Vater tauschen und bei der Partei bleiben.
    2. Dem Vater sei gesagt, dass "die Veränderung" die einzige Konstante ist, die es gibt. Der Drang nach Veränderung war und ist Motor und Basis für jede Weiterentwicklung einer jeden Gesellschaft. Wenn wir nicht die Zukunft unserer Kinder so gestalten können dass unsere Kinder damit zufrieden sind, dann sollten wir vielleicht unseren Kindern die Gestaltung Ihrer Zukunft überlassen, dass können Sie nämlich schon allein deshalb besser, weil sie dynamischer sind als wir !
    3. Politiker sind gewählte Vertreter ihres Volkes ! Daher ist die Volks- Nähe einer Partei und seiner Mitglieder die beste Basis seinen Job als Politiker gut zu machen. Die PDS ist die seriöseste und volksnahste Partei die ich kenne. Parteien wie CDU/CSU sind arrogant, elitär, selbstverliebt und in einem Maße wirtschaftlich verpflochten dass einem Schlecht werden kann. Wenn ein Kopf so voll ist wie der der Frau Merkel, ist es schwer noch etwas dazu zulernen(das ist Glas voll, es passt nichts mehr rein).
    Auf Frau Wagenknecht warten sehr viele Menschen schon seit sehr langer Zeit. Wenn man von der derzeitigen Politik enttäuscht ist und sich verraten fühlt, dann stellt Frau Wagenknecht mit Ihrer Intelligenz, Offenheit und Ehrlichkeit und Ihrem Gefühl für das was richtig ist, alles dass dar was mann braucht um wählen zu gehen. Also, dein Vater ist nicht deine Zukunft sondern Du bist die Seine ! Wähle ruhig PDS, den deine Stimme gehört nur Dir !
    LG
    Eddi

  3. Maegwin sagt:

    Lieber Eddi,

    das war eine Anspielung auf die sonntäglichen Diskussionen, die ich mit meinem Vater über Politik führe… wir waren uns noch nie einig und werden es auch nicht mehr sein. Und ich bin überzeugt, dass mein Vater mich auch zum Essen einladen würde, wenn ich die Linke wählen würde. Glaub mir, ich bin in der Lage, selbst eine Entscheidung zu treffen und tue es auch. Eins hab ich aber wohl doch verpasst… ich hab angenommen, dass es die PDS schon seit 2005 nicht mehr gibt???

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