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Bei einem Kollegen habe ich Twinings-Tee entdeckt und war ganz glücklich, als er mir berichtet hat, dass man den Tee auch in Bielefeld kaufen kann. Ich steh total auf den Tee von Twinings, nicht weil er so herausragend gut ist, sondern weil er so britisch ist und weil das Twinings-Mutterhaus zu einem festen Bestandteil meiner London-Trips geworden ist.

Es ist leider schon über ein Jahr her seit ich zuletzt in London war, daher gehen meine Twinings-Vorräte zuneige, ich kann Euch leider heute nicht die riesige Teeauswahl zeigen, die ich mir immer aus Britannien mitbringe, aber glaubt mir, mein Koffer ist mindestens zu einem Viertel mit Tee gefüllt. 
Bielefeld ist zwar näher, aber wenn ich mir das so recht überlege… von Paderborn fahre ich eine Stunde nach Bielefeld und fliege eine Stunde nach London. Und ab Ende April gehen wieder Flüge nach London vom Flughafen Paderborn… *träum*. Ich schweife aber vom Thema ab, daher zurück zum Tee. 
Warum ich so ein großer Twinings-Fan bin? 
Ich muss gestehen, dass es nicht an dem Tee liegt. Der Tee ist zwar gut und die Teeauswahl ist riesig. Es gibt die klassischen Sorten und interessante Mischungen, die man nur bei Twinings kaufen kann. Aber es gibt auch andere interessante Marken in Deutschland, die ähnliche Qualität haben und neue Mischungen gibt es auch immer wieder. Außerdem ist es doch meistens Beuteltee, die Auswahl an Blatt-Tees hält sich bei Twinings in Grenzen.     
Hier noch ein kleiner Blick auf mein Tee-Back-up. Der Earl Grey-Jasmin-Tea wird zurzeit in meinem Büro getrunken, die anderen beiden Packungen schlummern noch im Schrank. 
Warum ich jetzt so ein Twinings-Fan bin? 
Weil Twinings für mich der Inbegriff der englischen Teekultur ist und ich alles mag, was irgendwie englisch ist. Und weil das Mutterhaus von Twinings sooo sehenswert ist und in meiner Lieblingsgegend von London liegt. Ich verbinde mit der Marke schöne Erinnerungen. Der Tee ist für mich ein Souvenir, ich bringe von meinen Reisen keinen Kram zum Hinstellen mit, sondern Souvenirs in Form von Tee (ehm… oder Kosmetika, Marmeladen und Tassen). Und immer wenn ich dann im Alltag den Tee trinke, denke ich an Reisen, an London oder an den Stadtteil Temple.             
                                                          
Hier ist es, das erste Twinings-Teehaus – es wurde übrigens 1706 als Kaffeehaus eröffnet, aber weil es damals so viele Kaffeehäuser gab, hat sich Thomas Twining auf Tee spezialisiert. 
Das Twinings-Haus findet man im Bezirk Temple. Temple ist für mich das ursprüngliche, viktorianische London, es gibt dort mondäne Häuser aus vergangenen Zeiten und urige Pubs, die wahrscheinlich schon vor 200 Jahren genau so ausgesehen haben. Es ist für mich wie eine Reise in die Vergangenheit, aber schaut selbst. 

Übrigens, ich finde noch viele andere Gründe, warum Temple so interessant ist. 
Dass ich die Filme von Tim Burton liebe und daher auch ein großer Fan von Johnny Depp und Helena Bonham-Carter bin, hab ich auf meinen Blogs schon mehrfach erwähnt. Sweeney Todd spielt in der Fleet Street, nur wenige Häuser vom Twinings-Shop entfernt.  
Zum Schluss muss ich mich noch outen – ich hab die Zeitreise-Trilogie von Kersin Gier vergöttert. Ich weiß, es ist für Teenies und es ist kitschig ohne Ende – die Bücher gehören trotzdem zu meinen Lieblingsbüchern der letzten Jahre. Nein, ich schäm mich jetzt nicht!

Die Bücher haben auch in Temple gespielt!!! Dort ist der Sitz der geheimnisvollen Loge, die die Zeitreisen überwacht. Die Loge hatte übrigens ganz ähnliche Symbole wie die Freimaurer.

Vor zwei Wochen war ich mit einer Freundin im Kino, in der Verfilmung von „Rubinrot“ und der Film war genau so toll wie das Buch. Wir waren am Sonntag in der 15.00 Uhr Vorstellung – nur Teenies und wir beide. Aber nein, wir haben den Altersdurchschnitt nicht nach oben gesprengt, weil die jüngeren Teenies in Begleitung der Eltern waren. 
Ich hab es ja heute schon erwähnt, ich liebe Reisen in die Vergangenheit. 
Ihr auch? 
Erstellt am April 6, 2013
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5 Antworten zu “Greetings from Twinings”

  1. Spannender Post, die Beerenmischung sieht gut aus, ich steh ja nicht so auf Schwarztee. Freu mich auch schon auf Samstag!!

  2. Von Twinings waren in meiner Jugend die ersten losen Tees, die ich probiert habe: Earl Grey und Ceylon Orange Pekoe. 🙂 Die alten Blechdosen damals haben mir schon so gut gefallen, und die Auswahl an losem Tee war damals in unserer Stadt nicht gerade überwältigend, da gab es nur das Twinings-Regal im Kaufhof und ein Costei-Geschäft (wo ich schnell Stammkunde wurde). Von meinen London-Besuchen habe ich mir auch immer jede Menge Tee mitgebracht, das musste einfach sein.
    Ich bin noch schwer am Überlegen, ob ich mir den Film "Rubinrot" ansehen soll, muss nämlich gestehen, dass ich die Trilogie noch nicht gelesen habe, steht aber für 2013 fest auf meiner ToDo-Liste.
    Liebe Grüße
    Susanne

  3. Und wieder was dazugelernt.
    Nun will ich unbedingt mal nach Temple…Ich will, ich will, ich will..*mit den kleinen Plattfüßen aufstampf* 😉

    Liebste Grüße 🙂

  4. Carolina sagt:

    Hi Maegwin,
    I love tea and going back in time too, i'm so nostalgic childhood! 🙂 Great post, liebe grube.

  5. Hi, hi…ich war wohl die älteste im Kinosaal vor zwei Wochen bei Rubinrot und meine 17-jährige Tochter die Zweitälteste!!!! Aber egal..wir haben den Film genossen und ich liebe die Bücher..genauso wie du!! =)
    Und Sweeny Todd habe ich im Kino versäumt aber erst vor kurzem endlich im TV gesehen =) meld mich hier gleich als Follower an…du dürftest meinen Geschmack haben 😉 Nur bin ich kein Teetrinker, sondern ein Coffeeholic!!
    Liebe Grüße aus Österreich
    Martina

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