Versteckt hinter der Klosterkirche, direkt am Südufer des malerischen Arendsees, versteckt sich die Ruine des Klosters. Die idyllisch gelegene Klosterruine Arendsee könnte aus einem Gemälde von Caspar David Friedrich stammen, die Klosterruine umhüllt vom Frühnebel des Sees.

 

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Geschichte des Klosters Arendsee

Das 1183 vom Markgraf Otto I. von Brandenburg gegründete Kloster war ein Benediktinerinnen-Konvent. Das Klostergebäude wurde aus Backstein im Stil der Spätromanik erbaut. Rund 300 Jahre lebten ca. 70 Nonnen dort. Im 15. Jahrhundert, im Zuge der Reformation wurde das Kloster in einen evangelischen Damenstift für Adelige umgewandelt.

1813 wurde das Stift aufgelöst, 1826 brannte das Kloster aus und ist seit dem eine Ruine. Lediglich die Klosterkirche wurde renoviert und wird heute von der evangelisch-lutherischen Gemeinde genutzt. Auf dem Gelände der Klosterruine findet man ein kleines Heimatmuseum.

 

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Novelle “Grete Minde” von Fontane

Das Kloster Arendsee spielt eine Rolle in Theodor Fontanes Buch “Grete Minde”. Die Geschichte spielt in der Gegend des Dorfes und Klosters Arendsee, in der Altmark und in Tangermünde. Grete lernt schon in der Kindheit ihren späteren Lebensgefährten Valtin kennen, mit dem sie flieht, ohne ihn zu heiraten. Sie leben glücklich als umherfahrende Puppenspieler, bis Valtin sterbenskrank wird. Gretes Lebensgefährte wird auf dem Klosterfriedhof unter einem Fliederstrauch bestattet. Nach dem Tod Valtins möchte Grete ihr Erbe ausbezahlt bekommen, doch ihr Halbbruder lügt vor Gericht und sie bekommt nichts von ihrem Erbe. Aus Rache zündet sie Tangermünde an.

 


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Die Klosterruine Arendsee ist der nördlichste Punkt der Straße der Romanik, die durch ganz Sachsen-Anhalt führt. Auch wenn das Kloster weniger bekannt ist, lohnt sich die Reise schon alleine wegen der malerischen Lage.

Vor meiner Reise ins Wendland und in die Altmark wusste ich nichts über diese Gegend, aber besonders für Ruinen- und Geschichtsfreunde gibt es hier sehr viel interessante Sehenswürdigkeiten. Alleine die Straße der Romanik führt an einer Vielzahl von Kirchen, Klöstern oder Burgen, von denen einige nur noch als Ruinen erhalten sind.

 

 

Erstellt am Mai 7, 2016


3 Antworten zu “Klosterruine Arendsee in der Altmark”

  1. Herrlich, diese Klosterruine – wobei mir der verfallene Teil mal wieder besser gefällt als der gut erhaltene ;o) – und du hast absolut Recht, die Lage ist sehr, sehr malerisch!
    Alles Liebe, Traude

    • Burgdame sagt:

      Selbstverständlich gefällt mir der verfallene Teil auch sehr viel besser, erst dieser beflügelt die Fantasie!
      Herzliche Grüße!

  2. shadownlight sagt:

    hey, ich musste doch gleich mal auf deine neue seite schauen und finde die schon absolut genial!!!
    liebste grüße!

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