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Sehr schnell hat sich dieser wunderschöne Bildband in mein Herz eingeschlichen, es war Liebe auf den ersten Blick – daher möchte ich ihn hier unbedingt zeigen.

„Wo Bücher wohnen, da ist Leben, Freiheit, Farbe und Fantasie. Wo Menschen Bücher lesen, wächst Erkennen, Hoffnung, innere Revolte. Und wo man über Bücher spricht, lebt der Disput, flammt Passion.“

Ich bin nicht nur eine Buchverschlingerin, sondern auch eine begeisterte Buchsammlerin. Das habe ich mir den Autorinnen des Buches und mit den Personen, deren Bibliotheken dort gezeigt werden, gemeinsam. In dem vorliegenden Buch kommen verschiedenste Menschen zu Wort, die mehr oder weniger bekannt sind, aber alle eine Leidenschaft für Bücher hegen.

Sehr interessant ist auch der Einblick, wie die Personen wohnen, wie sie ihre Bücher präsentieren und in ihr Leben integrieren. Die Personen, die im Buch gefragt werden, erzählen, wie sie zum Lesen gekommen sind oder welche Bücher ihr Leben verändert haben. Dazu gehören z. B. die Literaturkritikerin der FAZ Felicitas von Lovenberg, die Autorin Ildiko von Kürthy, wie schon auf meinem Reiseblog erwähnt, der Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe oder die Leisterin des bekannten Champagnerhauses Vitalie Taittinger. Ich fand es sehr spannend, in deren Häusern und Bibliotheken ein wenig Mäuschen zu spielen.

Am Ende eines jeden Kapitels werden die Personen gefragt, was ihr liebster erster und letzer Satz ist, welches Buch ihr Leben verändert hat oder sie gerettet hat, zu welchem Buch sie in melancholischen Stunden greifen und welches Buch sie gerne selbst geschrieben hätten.

Meinen liebsten ersten Satz habe ich gleich zwei Mal entdeckt, bei Felicitas von Lovenburg und bei Mafalda Prinzessin von Hessen: „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.“ Es ist aus Anna Karenina von Leo Tolstoi, einem meiner allerliebsten Bücher.

„Wir lesen, um Begierden zu spüren. Um zu vergessen, dass wir nur ein Leben haben. Wir lesen, um uns nachts zu trösten oder um unsere Langeweile zu vertreiben. (…) Wir lesen auch, um ein paar Stunden jemand anderes zu sein, Lokomotivführer, Renaissance-Prinzessin, nepalesicher Wanderer oder Taxifahrer in Bangalore.“

Das Buch macht vor allem Lust aufs Lesen, aber auch auf Bücher kaufen und auf Bücher sammeln. Ich erwähne es immer wieder gerne, meine Bibliothek ist mein ganzer Stolz. Das Buch hat mich auch auf die Idee gebracht, dass ich Euch gelegentlich auch mal Bibliotheken zeigen könnte, natürlich nicht die von berühmten Menschen, sondern von „Normalos“. Das wird mein nächstes Projekt.

Und nun – viel Spaß beim Lesen!

Erstellt am Juli 26, 2014
Schlagworte:
Kategorien: Alles Andere


7 Antworten zu “Vom Glück mit Büchern zu leben”

  1. Annie sagt:

    Oh, wie schön die Bilder aussehen ^___^ Es gibt einfach nicht tolleres als Bücher .. und lesen .. und überhaupt was wären wir ohne Büche:))
    Nebenbei: wenns im Studium so weiter geht, hab ich irgendwann ne Reclam Bibliothek zuhause stehen.

    Liebe Grüße

  2. Chrissi sagt:

    Ich wünschte ich hätte zur Zeit auch genung Platz für meine Bücher.Bin schon auf deine Bibliotheke gespannt:)LG

  3. Rostrose sagt:

    Liebe Maegwin, deine Bibliothek mit den 4300 Exemplaren würde ich tatsächlich gerne sehen! Ich zähle mich auch zu den Viel-Lesern, aber inzwischen nicht mehr zu den Bücher-Hortern. Nicht trennen würde ich mich lediglich von den 80 bis 100 Jahre alten Büchern meiner Oma und meiner Mutter und von meinen Kunstbänden und einigen wenigen ganz speziellen Exemplaren wollen, alle anderen waren mir lange Zeit auch als "Wohndekoration" wichtig, aber inzwischen ist das nicht mehr ganz so. Vielleicht, weil wir schon in jedem Raum Bücher haben und ich den Platz zuweilen gern anders nützen würde, vielleicht auch, weil ich mittlerweile fast ganz auf E-Books umgestiegen bin (da ich damit gut verreisen und gut mit Öffis zur Arbeit fahren kann, ohne schwer zu schleppen). Ich kenne die Argumente, die für gedruckte Bücher sprechen, aber die meisten, die ich habe, sind dann ja doch Massenware und können mich auch nicht durch ihren Papiergeruch überzeugen ;o) Doch ich kann deine Leidenschaft gut verstehen, bis vor ein paar Jahren fand ich es ganz furchtbar, von meinen Büchern getrennt zu sein – da hat sich halt einfach etwas geändert…
    Alles Liebe, Traude

  4. Melanie sagt:

    Tolles Buch – und tolle Projektidee. Bin gespannt auf die "normalen" Heimbibliotheken.

    Liebe Grüße,
    Melanie

  5. Oh, das klingt toll, ich glaub, das muss ich haben! 🙂

  6. Robert Frost sagt:

    Das vorletzte Bild kann sich doch wieder nur irgend so ein Designer Idiot ausgedacht haben, kaum ein Mensch, der seine Bücher liebt uns liest.

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