Die Burg Brenken oder auch Erpenburg, Erpernburg oder einfach Niederburg genannt, liegt nur wenige Kilometer von der Wewelsburg entfernt, unweit von Paderborn.

Die Burg Erpenburg sollte aber nicht mit dem Schloss Erpenburg verwechselt werden, das Schloss liegt nur 1 Km von der Burgruine entfernt, befindet sich aber im Privatbesitz, daher kann ich es hier leider nicht zeigen. Das Geschlecht von Brenken ist schon seit dem 12. Jahrhundert in Brenken ansässig, zuerst auf der Burg, später im naheliegenden Schloss. Im Wappen der von Brenken befinden sich Erdbeeren, daher wird vermutet, dass der Name der Burg früher Erdbeerenburg lautete.

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Über die Erpenburg ist nur sehr wenig bekannt. Die Burg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert von Mitgliedern des Adelsgeschlechts von Brenken gebaut. Im 16. Jahrhundert, als das Schloss Brenken erbaut wurde, zog die Familie von und zu Brenken auf das Schloss und die Burg verfiel.

Es gibt Vermutungen, dass es einst eine Wasserburg war, da der Fluss Alme unweit der Ruine fließt, Beweise gibt es dafür aber nicht.

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Die Burg ist nur schwer zugänglich, man muss zuerst längere Zeit durch ein Feld laufen und sich dann durch einige Sträucher durchkämpfen. Wir haben es geschafft. Im Netz habe ich aber die Infos gefunden, dass man das Burggelände nicht betreten sollte, da die Anlage einsturzgefährdet ist.

Erstellt am September 3, 2014

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23 Antworten zu “Erpenburg, Erpernburg oder Niederburg in Brenken”

  1. ela sagt:

    Ui, das vorletzte Bild finde ich besonders toll. Wie die Wurzeln und Ranken sich da um die Steine schlingen.

  2. Waren keine Schilder wegen Einsturzgefahr dort, wenn es nur im Internet steht, finde ich es schon komisch. Aber sehr sicher sehen die Ruinen auch wieder nicht aus.

  3. Sicher sehen die alten Gemäuer wirklich nicht aus, aber sehr faszinierend.
    Liebe Grüße
    Susanne

  4. Hallo Maegwin,
    sieht hoch interessant aus. Wundert mich, dass die Gemeinde die Ruine einfach verfallen läßt und sich auch nicht darum kümmert, dass man sich die Ruine ansehen kann. Anstatt dessen verweisen sie auf irgendwelche Unfallgefahren, dass sich niemand der Ruine nähern darf. Merkwürdig. Das wäre einen separaten Post Wert, dass sich die Gemeinde nicht um die Verkehrssicherungspflichten kümmert und dass dann auf den Bürger abwälzt, falls ihm ein Stein auf den Kopf fallen sollte oder dergleichen.

    Gruß Dieter

  5. Maegwin sagt:

    Recht hast Du, es ist so schade! Vielleicht schreib ich wirklich noch etwas darüber.

  6. Thea sagt:

    Erbeerenburg wäre ein toller Name gewesen, ich stelle mir gerade einen entsprechenden Souvenirladen vor 😉 Und ehrlich gesagt habe ich schon bei dem dritten Bild überlegt, wie sicher diese Ruine eigentlich noch steht. Liebe Grüße Thea

  7. Rostrose sagt:

    Liebe Maegwin,
    hach, das sind mal wieder GANZ faszinierende alte Steine! Was die Sicherheit betrifft – ja , sehr gut abgesichert ist diese Ruine leider wirklich nicht, aber die Frage ist, wie man die Burgüberreste absichern kann, ohne das Flair zu zerstören. Ich habe immer die Befürchtung, dass wenn irgendwelche "verantwortliche Laien" bei solchen Ruinen eine Entscheidung treffen müssen, diese sehr kontraproduktiv sein könnte… Hoffen wir das Beste für die Erdbeerenburg!
    Ganz herzliche rostrosige Weekendgrüße von der Traude :o)
    ♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥☂✿☼☂✿☼♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥

  8. Das ist doch mal ein schöner Blog, den ich hier über den 1. Kommentiertag gefunden habe. Wandert direkt mal in meinem RSS-Reader. Eine Wohltat nach den ersten 35 Bücherblogs.

    Tolle Bilder, interessante Texte… fein! Wir lesen uns!

    LG Thomas

  9. Guten Morgen!

    Ich bin grad über den Kommentiermarathon auf deinem Blog gelandet und gleich an den tollen Fotos hängen geblieben. Solche alten Monumente mag ich ja total gerne und du hast die Bilder wirklich super getroffen!

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Weltenwanderer

  10. Sophie sagt:

    Ein interessanter Blog und ein schöner Beitrag! Ich habe ja ein Interesse für Altes und Verfallenes ..davon geht immer eine ganz besondere Stimmung aus, finde ich.

    Herzlich,
    Sophie (http://www.literatourismus.net)

  11. NeNi Ja sagt:

    Was für eine tolle Burg. Da könnte ich mich auch nur schwer an das 'Betreten verboten' halten. Ich finde es immer so aufregend, durch solche verlassende Orte zu streifen und meiner Fantasie, wer wohl hier gelebt haben mag, freien Lauf zu lassen.

    Alles Liebe
    Janine

  12. feuerblut sagt:

    Ich liebe Burgruinen und da Nordrhein-Westphalen zu weit weg ist, um mal schnell zwecks Besichtigung hinzureisen, hätte ich diese hier nie ohne den Blog entdeckt.
    Danke für die Fotos, so eine Ruine hat oft etwas Mystisches an sich, besonders wenn die Pflanzen beginnen, ihr Revier zurückzuerobern.

  13. Jannis sagt:

    Tolle Bilder!
    Ich liebe verlassene, alte Gemäuer, wie dieses.

    Schöner Blog, mal was Anderes.

  14. Won nie sagt:

    Ein wenig Ruhe zwischen den bunten Blogs.. Uff. Ich mag Deine Bilder, auch wenn sich Gefahr dahinter verbirgt, manchmal. In meinem knallbunten Alltag brauche ich genau diesen Ausgleich. Gerne komme ich wieder und lasse mich inspirieren.
    Herzensgrüße aus Dreieich (mit toller Burg),
    Wonnie

  15. Mira Mika sagt:

    Wow, tolle Bilder und wirklich toller Blog! Ich liebe solche Orte, habe aber nie wirklich die Möglichkeit, zu so einem hinzukommen. Und der Post ist wirklich informativ! Daher folge ich mal deinen Blog!

    Liebe Grüße,
    Mira!

  16. Was für wunderbare Bilder! Das sind wirklich tolle Blickwinkel die du ausgesucht hast.

  17. Mel sagt:

    Großartig! Allein der Titel Deines Blogs!!
    Ich selber liebe es, alte Steine vor allem anzufassen. Ist das albern? Ich mag das Gefühl, etwas zu berühren und zu wissen, daß es Geschichte erlebt und/oder gemacht hat…
    Hier bleibe ich.
    GLG,
    Mel

  18. hruthwolf sagt:

    Hey, ich wollte dir auch mal schöne Grüße da lassen. ich lese dein Blog schon genauso lange (sogar schon etwas länger) wie Kult-Urzeit, aber ich habe hier noch nie kommentiert, weil ich es einmal mit meinem blogger Account probiert habe und die Eingabe komplett gelöscht wurde. Das Kommentarsystem von blogger is nämlich mist. Die tumblr seite habe ich einfach mal angelegt um hier die URL-Funktion nutzen zu können. Also was ich sagen wollte: Mach weiter so, ich kann jetzt auch mal mein Kommentar drunter setzen, sofern Blogger mich lässt.

  19. Maegwin sagt:

    Danke! Freu mich drüber!!!

  20. Wigbert sagt:

    Hallo zusammen,

    zunächst, ich kenne die Ruine bereits aus Kindertagen. Bin unweit von ihr aufgewachsen.
    Die letzten 50 Jahre steht die Ruine so wie hier abgebildet unverändet auf dem Feld.

    Hier wird erwähnt, warum die Gemeinde die Ruine verfallen läßt. Ganz einfach, weil sie sich nach wie vor auf privatem Grund und nach wie vor in Privatbesitz des Adelsgeschlecht von und zu Brenken befindet.
    Soweit ich mich entsinne stand bzw. steht dort kein Hinweisschild zur Einsturzgefahr etc.
    Auch hierfür, also für die Verkehrssicherungspflicht, ist nicht die Gemeinde, sondern der Besitzer zuständtig und evtl. haftbar.
    Auf der anderen Seite ist es ja auch ein Privatgelände, wo ja eigentlich auch niemand etwas zu suchen hat, so reizvoll die Ruine auch sein mag.
    Leider ist auch bei uns im Ort nicht mehr zu der Burg bekannt wie hier beschrieben.
    Schade das es so wenig Infos dazu gibt, wie z.B. ursprünglicher Grundriss etc.

  21. Burgforscher sagt:

    Vielen Dank an die Autorin für die Beschreibung und ihren Einsatz beim fotografieren- sehr schöne Bilder!

    Merkwürdig ist die Anlage schon, da im 11.Jh die sogenannten Motten übliche Burgbauen waren. Hier wurde ein Graben ausgehoben und der Aushub als Hügel aufgeschüttet, auf dem in der Regel ein Turm errichtet wurde. Hier aber ist der Burgplatz augenscheinlich völlig eben. Möglicherweise hat man hier ehemalige Bachläufe zum Schutz der Anlage genutzt, die entweder verlandet sind oder aufgefüllt wurden? Ansonsten hätte es keine Sinn gemacht Gräben auszuheben und den Abraum abzutransportieren.

    Interessant ist auch das doppelwandige Stück eines Wohngebäudes mit einem Kamin. Zweifelsohne war dieser Kamin in einem vom Turm Rest abgewandten Gebäude errichtet. Was soll dann die Mauer dahinter? Möglicherweise war das der Rest eines zweiten, daran angebauten Gebäudes?
    Wenn man sich den Turm anschaut, stellt man fest, dass eine Seite des Turmes wesentlich stärkeres Mauerwerk aufweist, als die andere Seite. Eine Erklärung, die mir dazu einfällt wäre, dass das starke Mauerwerk möglicherweise an die Rückwand eines Gebäudes anschloss oder Teil eines solchen war? Auch der nur teilweise runde Grundriss des Turms könnten darauf hindeuten?

    Auf jeden Fall darf angenommen werden, dass der Turm jünger ist als der Rest des oder der Gebäude. Während das Mauerwerk des/der Gebäude aus augenscheinlich gut behauenen Quadern besteht, ist der Turm deutlich weniger qualitätsvoll aufgebaut aus wenig bearbeiteten Bruchsteinen.

    Man sieht, dass es hier noch viele Fragen zu klären gäbe. Grund genug sich der Erhaltung der Ruine anzunehmen.

    • Burgdame sagt:

      Danke Dir für die vielen Informationen. So tief bin ich nicht in die Geschichte der Burg eingestiegen, das sind aber sehr interessante Beobachtungen. Bisher ist es mir nicht aufgefallen, doch Du hast recht, die Anlage unterscheidet sich von anderen Burgen aus der Zeit. Vielleicht erfährt man irgendwann etwas mehr darüber.
      Herzliche Grüße, Eva

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