St. Johann ante muros ist nicht nur die älterste Kirche Lemgos, sondern der ganzen Region. Durch Karl den Großen ungefähr im Jahre 800 als Holzkirche errichtet, erinnert der Standort an den Beginn der Christianisierung in Westfalen. Der älterste Knochenfund auf dem Gebiet dieses Kirchhofs konnte auf die Zeit um 780 datiert werden.

Erste urkundliche Erwähnung über Siedlungen an dieser Stelle stammen aus den Anfängen des 11. Jahrhunderts. Als die Stadt Lemgo 1190 vom Edelherren Bernhard II zu Lippe gegründet wurde, blieb die Kirche außerhalb der Stadtmauern, was man auch vom Namen „St. Johann ante muros“ erahnen kann. St. Johann ante muros bedeutet St. Johannes vor den Mauern (also vor den Stadtmauern).

Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) wurde die Kirche zerstört, nur der Glockenturm blieb bis heute erhalten. Der Kirchhof wurde seit dem als Friedhof benutzt. Die jetzigen Gräber stammen aus 17. bis Anfang 19. Jahrhundert. Im Glockenturm befindet sich die älterste lippische Glocke, sie wurde 1398 gegossen. Im Turm befindet sich heute eine Ehrenhalle für die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges.

Die ältersten Gräber des Friedhofs erkennt man daran, dass sie oben spitz zulaufen, die jüngeren bleiben rund. Typisch für bürgerliche Gräber damaliger Zeit ist der wenige Grabschmuck. Lediglich Inschriften mit Engels- oder Totenköpfen sind in Stein gemeiselt. Die meisten der Grabinschriften sind deutsch, lediglich das Wort „Anno“ kommt aus dem Lateinischen. Lateinische Inschriften sind auf bürgerlichen Gräbern dieser Zeit sehr selten.

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante MurnoFriedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante MurnoFriedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

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Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Alter Friedhof Lemgo

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

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Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof_Lemgo_25

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Friedhof Lemgo Sankt Johannes ante Murno

Erstellt am Januar 18, 2015


3 Antworten zu “St. Johann ante muros, Lemgo”

  1. Mira Mica sagt:

    Finde das irgendwie faszinierend! Schöner Post 🙂

  2. Rostrose sagt:

    Liebe Maegwin,
    dieser Friedhof sieht ganz und gar speziell aus – würde ich gern mal in natura sehen! Dieses übermooste, Efeubewachsene, das übt einen ganz eigenen Reiz auf mich aus und diese Engelsköpfchen und Grabsteinformen … Klingt es pervers, wenn ich jetzt sage, die gefallen mir so gut, dass ich mir sogar welche in unseren Garten stellen würde?

    Ich dank dir auch sehr für deine offenen Zeilen im lachfaltigen Zusammenhang! Ich bin mir ganz sicher, dass niemand dich "steinigt" – ich habe übrigens auch in manchen Blogs gelesen, dass man Hyaluronsäure gegenüber offener ist als ggü. Botox oder "Schnippeln" – und für mich hat deine Aussage ja durchaus auch etwas von Lachfaltenrettung: Denn wenn du dich nicht mehr wohlgefühlt hättest in deiner Haut, wäre dir das Lachen vielleicht vergangen… Ehrlich gesagt würde mir ein in ein anderes Horn stoßender und informativer Beitrag zu Hyaluronunterspritzungen richtig gut gefallen… einer, der ungefähr so aufgebaut ist wie dein Kommentar bei mir. Ich bin kein Mensch, der andere Meinungen nicht hören mag und mir haben deine Argumente gefallen.
    Übrigens nehme auch ich bei Gewichtsverlust ziemlich stark im Gesicht ab und sehe dann irgendwie "krank" aus, was mich jetzt natürlich nicht unbedingt zum abnehmen einlädt ;o)
    Was meine Aktion betrifft – es geht darin auch um innere Zufriedenheit, um "im Augenblick ruhen", um Glücksmomente etc. – also längst nicht nur um das Thema Falten und Schönheitsbehandlungen. Es gibt also sicherlich so schon Bereiche, wo du dich beteiligen könntest, ohne das Gefühl zu haben, da rennt jetzt was "unehrlich"… ;o)
    Ganz liebe lachfaltige Rostrosengrüße von der Traude

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