Über die Gegend zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde, die „Schwarzes Holz“ genannt wird, gibt es einige Legenden. Eine davon erzählt von ein Geist, der unter der Rämmelkenbrücke gehaust haben soll. Die Rämmelkenbrücke gibt es nicht mehr, an der Stelle, wo sie einst stand, findet man heute nur noch einen Gedenkstein.

Der Geist wurde als Strafe unter die Brücke verbannt, dort erschreckte und belästigte er die vorübergehenden Passanten. Es gab nur eine Möglichkeit, sich vor dem Geist zu schützen, man musste den Spruch vom Stein aufsagen.

Rämmelken Rämmelken,
rüttele Dich.
Bist du von Gott,
komm zu mir.
Bist du vom Teufel,
Bleib von mir!

Rämmelken1

Als in einer Nacht zwei betrunkene Bauern über die Brücke gingen und aus versehen den Spruch verdrehten, riefen sie den Teufel zu sich. Vom Donner und fürchterlichem Gebrüll begleitet kam dieser hoch auf die Brücke und ging auf die Bauern los. Sie konnten aber in einen nahegelegenen Schuppen fliehen. Der Spuk sauste noch die ganze Nacht um den Schuppen rum.

Noch bis heute soll man dort um Mitternacht Schwefelgeruch wahrnehmen und vielleicht auch gelbe Augen im Unterholz sehen.

Rämmelken3

Auf der Rückseite des Gedenksteins findet man den Spruch in Plattdeutsch:

Rämmelken, Rämmelken,
rüssele di!
Biste von Gott,
kumm tau mi!
Biste owwer von’n Düwel,
goah von mi!

Erstellt am Februar 22, 2015

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8 Antworten zu “Rämmelkenbrücke in Rheda-Wiedenbrück”

  1. ela sagt:

    Ui, ob ich mich da nachts vorbei trauen würde. Ich erschrecke ja manchmal schon vor den leuchtenden Augen einer Katze 😉

  2. TiaMel sagt:

    Wirklich sehr interessant, aber da würde ich mich sicher nicht rübertrauen 😀

  3. Maegwin sagt:

    Sollst ja nur um Mitternacht die Stelle meiden :-D.

  4. Sieht sehe interessant und gut aus. Aber ich würde mich auch sicher nicht rübertrauen, da schließe ich mich lieber den anderen an 🙂

    Mich würde es freuen ,wenn ihr auch mal bei mir vorbeischauen würdet 🙂

    Alles Liebe
    Ceyda

  5. Maria sagt:

    Wie spannend! Ich würde gerne über die Brücke gehen, wäre sie noch da… 🙂

  6. Stefan sagt:

    Von meinem Onkel / meiner Tante aus St. Vit gibt es diese schöne Geschichte (50 Jahre her): Sie fuhren im Auto und näherten sich der Brücke. Sie sagten den (verdrehten) Spruch auf, und genau auf der Brücke ging der Motor aus. Soviel dazu. 🙂

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