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Zwei Wochen habe ich in Irland verbracht, auf dem Blog habe ich bisher noch nicht viel gezeigt. Als Reiseblogger möchte ich eine Hommage an das wundervolle Land schreiben.  Warum sollte man nach Irland reisen? Was ist in Irland sehenswert? Warum ist das Land liebenswert? Wo ist es in Irland am schönsten? Ich liebe Großbritannien, besonders Wales, Cornwall und Schottland, auch die französische Bretagne ist wunderschön.  Die Anziehungskraft der keltischen Länder auf mich ist groß. Bis auf einen Kurztrip nach Dublin habe ich Irland bisher nicht bereist, trotzdem war ich schon im Vorfeld überzeugt, dass ich das Land lieben werde. Enttäuscht wurde ich nicht.

 

Burgruinen, Kirchenruinen, Klosterruinen… Irland hat viele Ruinen

 

Die alten Steine sind meine Welt. Je verfallener, umso interessanter finde ich den Ort. Dass Irland viele Ruinen zu bieten hat, wusste ich natürlich. Dass man in jedem Dorf eine verfallene Kirchenruine mit altem Friedhof drumrum findet, hat mich überwältigt. Die Fülle verschiedener Burgruinen hat mich begeistert und manchmal auch überfordert. Ursprünglich hatte die Insel über 7000 Burgen, ca. 1500 sind heute noch erhalten. Intakte Burgen findet man nur wenige, meistens sind nur noch Ruinen erhalten. Die Ruinendichte ist einmalig. Es gibt eine Vielzahl verlassener Häuser, hauptsächlich aus dem 19. Jahrhundert. Während der Hungersnot ist 25% der Bevölkerung ausgewandert, 12 % ist gestorben. Die verlassenen Cottages wurden nicht abgerissen, sie bleiben, erinnern an Mahnmale. Wer Lost Places sucht, wird in Irland an jeder Ecke fündig.

 

Ballycarberry-Castle-Kerry

Ballycarberry Castle, Kerry

 

Clonmagnoise

Clonmagnoise

 

Atemberaubend schöne Landschaften

Das Wandern habe ich in Irland wiederentdeckt. Es gibt eine Fülle verschiedener Wanderwege dort. Hinter jeder Kurve, an jeder Ecke hatte ich das Bedürfnis Fotos zu machen, weil die Aussichten so unglaublich bezaubernd waren. Jeder Winkel sah anders aus. Auch unterscheidet sich jede Gegend von Irland. Während Connemara sehr wild, einsam ist, ist Kerry steinig und dramatisch. Die Südküste ist eher lieblich, leicht wellig, der Osten dagegen ist mehr besiedelt, mit vielen interessanten Städten.

 

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Connemara

 

Kerry

Kerry

 

Das Meer und die Küsten

 

Das Meer hat eine starke Anziehungskraft auf mich. Ich liebe es, am Meer zu sein, in die Weite des Wassers zu schauen, die frische Luft zu atmen, das leise Rauschen zu hören. Als ich die Rundreise geplant habe, wählte ich bewusst nur Orte an der Küste, bevorzugt Hotels, die direkt am Meer lagen. Eine Insel hat sehr viel Küste zu bieten. Ein abendlicher Spaziergang am Strand oder ein Picknick am Meer gehören für mich zu den schönsten Augenblicken einer Reise. Ein besonderes Erlebnis war für mich die Begegnung mit Delfinen. Als wir mit dem Schiff zur Insel Inishbofin übersetzten, tauchte plötzlich ein Schwarm Delfine neben dem Schiff auf und begleitete eine ganze Weile das Schiff. Es war unglaublich schön, die Delfine aus nächster Nähe schwimmen und springen zu sehen.

 

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Delfin

 

Die Insel der Schafe

Die Schafe haben in Irland schon fast einen Status wie die heiligen Kühe in Indien. Sie sind überall. Auf viel befahrenen Straßen stehen sie seelenruhig und knabbern das Gras am Seitenstreifen. Manchmal trotten sie mit der ganzen Familie die Straße entlang, völlig überzeugt, dass die Autos bremsen werden. Die Ruinen oder Steinkreise müssen sich Besucher mit den Schafen teilen. Bei der Vielzahl der Schafe findet man natürlich an jeder Ecke Shops mit Strickwaren. Filigrane keltische Muster werden aus der groben Wolle gewebt.

 

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Rock of Cashel

 

Schaf-Irland-1

 

Die Kontaktfreudigkeit der Iren

In meinem ganzen Leben habe ich nicht so viel englisch gesprochen, wie auf dieser Reise. Die Iren wollen reden und zwar bei jeder Gelegenheit. Egal ob im Hotel, im Restaurant oder im Pub an der Bar, im Geschäft an der Kasse oder bei einer Stadtführung. Die Iren wollen mit den Touristen plaudern. Das Thema Wetter dominierte auf unserer Reise. Auf der grünen Insel gab es 6 Wochen kein Regen, nur Sonnenschein, während der Rest von Europa von Unwettern und Kälte überrascht wurde. Fast jeder sprach über das besondere Wetter. Weitere beliebte Themen war unsere Reiseroute oder welcher Teil von Irland uns am besten gefallen hat, wo wir herkommen oder wie uns das irische Essen oder die Getränke schmecken. Während ich am Anfang Scheu vor dem Sprechen hatte, viel es mir gegen Ende der Reise schon relativ leicht, englisch zu plaudern.

 

Bereist habe ich Irlands Mitte und den Süden, den Norden kenne ich noch gar nicht. Dabei bin ich überzeugt, dass gerade der wilde Norden genau das Richtige für mich sein wird. Das Land hat ich verzaubert und gefesselt. Die nächste Reise kommt bestimmt.

 

 

Erstellt am Juli 10, 2016
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