Das charmante Schloss Tannenfeld ist heute unbewohnt, es verfällt leider. Doch ich finde es absolut sehenswert, es gehört für mich zu den schönsten Lost Places der Region. Von der Existenz des Schlosses hätte ich nichts erfahren, wenn ich nicht auf Burg Posterstein besucht hatte. Wunderschön ist auch der 15 Hektar große Landschaftspark im englischen Stil. Im Gegensatz zum Schloss Tannenfeld ist der Park heute noch sehr gepflegt. 

Lost Place in Thüringen, Schloss bei Zwickau,

Barock-Garten- und Schloss Tannenfeld

Schloss Tannenfeld, Lost Place bei Zwickau und Gera, Herzogin von Kurland

Das Schloss verfällt leider zusehends

Schloss Tannenfeld – ein Schloss der Herzogin von Kurland

Der Herzogin Anna Charlotte Dorothea von Kurland, geb. von Medem gehörten zwei Schlösser in der Altenburger Gegend, das Schloss Löbichau und das 2 Km entfernte Schloss Tannenfeld. 

Die Herzogin Dorothea heiratete den deutlich älteren Herzog Peter von Kurland, sie war seine dritte Ehefrau. Die Heirat bedeutete für sie einen deutlichen sozialen Aufstieg. Kurland (heute in Lettland) gehörte damals zum Königreich Polen-Litauen, nach der dritten Teilung Polens fiel es aber an Russland. Für den Herzog war das ein Glück, zwar musste er abdanken, doch er wurde von der Zarin Katharina II. für seinen Verlust entschädigt und gehörte dadurch zu den reichsten Männern Europas.

Das klassizistische Schloss Tannenfeld hat die Herzogin ca. 1800 bauen lassen. Bewohnt wurde Tannenfeld überwiegend von ihrer jüngsten Tochter Dorothée. Beide Schlösser bildeten den Musenhof der Herzogin, wo sie viele bedeutende Persönlichkeiten empfing. Bedeutende Gäste der Herzogin waren z. B. Zar Alexander I., Napoleon, Graf von Metternich, Johann Wolfgang von Goethe, Jean Paul und Friedrich Arnold Brockhaus. Es ist schwer zu glauben, dass Anna Dorothea das kleine Löbichau zu einem so bedeutenden Begegnungsort gemacht hat.

Schloss Tannenfeld, verlassenes Schloss in Thüringen

Das Schloss im Inneren

Verlassenes Schloss in Thüringen, Schloss Tannenfeld

Einst so imposant

Jean Paul schrieb über den Musenhof:

„Das freundliche, italienisch abgedachte Sommerschloss liegt, mit seinem Altane und seinen Säulen, vor dem weiten bowling-green, um welches sich der einfache Park mit seinen Baumgängen zieht, und an dem Park lehnt sich das freundliche, mit Bäumen durchgezogene Löbichau. Im Schlosse wohnen die Herzogin und ihre Schwester, die Gräfin Elisa von der Recke, und alle Gäste beider. In Tannenfeld, einem kleinen Sommer- oder vielmehr Frühlings-Sitz, eine halbe Stunde entfernt, wohnen die drei Töchter der Herzogin, die Fürstin Pauline von Hohenzollern, die Herzogin Johanna von Acerenza und die Herzogin Wilhelmine von Sagan mit ihren Pflegetöchtern und Freundinnen. Es kostete mir bisher Mühe, gute Leserin, so fot das Beiwort ‚reizend‘ zu unterdrücken; später aber ist mir die Mühe nicht mehr anzusinnen….“

Schloss Tannenfeld, Schloss Löbichau, Musenhof

Gemälde der Herzogin Dorothea von Kurland (rechts) und ihrer Tochter Wilhelmine von Sagan (links)

Verfallenes Schloss in Thüringen

Die Prunkvollen Innenräume kann man heute nur noch erahnen.

Durch gelungenes Netzwerken und die Heiratspolitik der Herzogin heirateten zwei Töchter der Herzogin  berühmte Zeitgenossen.

Die eine Tochter, Wilhelmine von Sagan war drei Mal verheiratet, mit Prinz Louis von Rohan, mit Fürst von Trubezkoi und später Graf von Schulenburg. Sie hatte aber auch zahlreiche Liaisons mit bedeutenden Personen, z. B. mit dem Staatsmann Clemens Graf von Metternich. Die jüngste Tochter, Dorothée heiratete Edmond de Talleyrand-Pèrigord, einen Neffen des französischen Außenministers Talleyrand.

Nach der Abdankung des Herzogs Peter von Kurland zog sich die Familie nach Sagan in Schlesien zurück. In der Kirche zum Heiligen Kreuz in Sagan wurden die Herzogin von Kurland und ihr Ehemann und später auch ihre Töchter begraben. Das Schloss Tannenfeld blieb unbewohnt.

Das Sanatorium Tannenfeld – die verlassene Nervenheilanstalt

1899 erwarb der Arzt Arthur Tecklenburg das Schloss und richtete dort eine private Heilanstalt für Psychiatrie und Neurologie ein. Der berühmteste Bewohner der Heilanstalt war der Schriftsteller Hans Fallada. Fallada neigte schon während seiner Schulzeit zu Depression. Doch als bei einem geplanten Doppelselbstmord nur sein Freund starb, konnte Fallada es nicht verkraften und landete in einer Psychiatrie. Aufgrund der Empfehlung des Arztes machte er eine Lehre zum Landwirt auf dem Rittergut Posterstein. An Depressionen litt er Zeit seines Lebens, er nahm Drogen, landete daher später in der Klinik in Tannenfeld. In Tannenfeld schrieb Fallada seine ersten Gedichte und übersetzte Bücher. 

Verlassenes Sanatorium in Thüringen, Sanatorium Tannenfeld, Lost Places in Thüringen

Nebengebäude des Schlosses, die als Sanatorium genutzt wurden

Lost Place bei Zwickau, Lost Places bei Gera, verlassenes Sanatorium

Auch dieses Wirtschaftsgebäude gehörte zu den Räumen der Nervenheilanstalt.

Was ist aus dem Schloss Löbichau geworden?

Das Schloss Löbichau war vermutlich genau so prachtvoll wie Tannenfeld. Es wurde 2009 abgerissen, 2015 wurde jedoch nach dem historischen Vorbild ein Neubau errichtet. In diesem Neubau befindet sich heute ein Alten- und Pflegeheim.

Buchempfehlung zum Schluss: „Die Großmutter“ von Božena Němcová

Die Schriftstellerin Božena Němcová verbrachte ihre Kindheit auf dem Hof von Wilhelmine von Sagan und berichtet in ihrem Buch „Die Großmutter“ *darüber. Wilhelmine wird dort als eine sehr verständnisvolle und gute Fürstin geschildert. Laut Wikipedia ist die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová die uneheliche Tochter von Wilhelmine von Sagan oder von ihrer Schwester Dorothée von Talleyrand. Sie soll in die Obhut des Kutschers und des Dienstmädchens  gegeben worden sein. Doch das sind nur Spekulationen, es gibt keinerlei Belege darüber.

Schloss Tannenfeld, Lost Places in Thüringen

Innenräume Schloss Tannenfeld

 

Für alle Sucher von Lost Places noch eine Info am Rande. Das Schloss ist normalerweise nicht geöffnet und die Innenräume können nicht betreten werden. Ich hatte das Glück, dass ich einige Bauarbeiter dort angetroffen habe. Das gibt mir natürlich die Hoffnung, dass das Schloss doch wieder renoviert und sinnvoll genutzt wird. Mehr darüber könnt Ihr auf dem Blog Burgerbe nachlesen.

 

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Erstellt am April 1, 2018

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42 Antworten zu “Lost Place Schloss Tannenfeld – vergangene Pracht”

  1. Julia sagt:

    Tolle Fotos! Du hast echt Glück gehabt das Du die Möglichkeit hattest, das Schloß von innen zu sehen. 🙂

  2. Anette sagt:

    Auch wenn Lost Places eine eigene Ästhetik haben, dir mir sehr gefällt, es tut mir in der Seele weh, wenn schöne Gebäude verfallen…

  3. Hui, beides hätte mich auch mal interessiert einfach weil es lost ist.
    Und alles steht da noch so ohne geklaut zu werden?
    Liebe Ostergrüße!

  4. Wieder einmal habe ich auf deinen Blog verlinkt. Nicht nur diesen Artikel, sondern auch den über die Burg Posterstein.

    Liebe Grüße
    Alex

  5. Hartmut Liebe sagt:

    Ich war am 3. September 2018 im Gebiet der ehemaligen Herzogin von Kurland auf Tour in Tannenfelkd und Löbichau. Hatte bereits 2008 über die Herzogin und ihr Patenkind den Theodor Körner geschrieben. Schade, das wir uns nicht begegnet sind. Der Dichter der Freiheitskrieger verehrte die Herzogin und, so glaube ich, auch die Töchter und schrieb ihnen manchen schönen- gefühlvollen Vers. Vom Schloss und dem Park Tannenfeld bin sich stark beeindruckt. Dass das Schloss in Löbichau nach ehemaligen Vorbild umgebaut wurde freut mich sehr. Dass in Posterstein das Andenken an die schöne Herzogin und ihre ebenso schönen Töchter gepflegt wird freut mich ebenfalls. Mögen Posterstein, Tannenfeld ebenso Löbichau, seine Bauwerke und der schöne Park uns und unseren Nachkommen erhalten bleiben.
    Hartmut Liebe, Stadtroda, Geschichtsschreiber

  6. Marleen sagt:

    Guten Abend,
    Ich habe im Alten,- und Pflegeheim Tannenfeld als Pflegerin gearbeitet. Somit kenne ich alle Räumlickeiten von innen. Dieses Jahr war ich seit langem wieder einmal in der wunderschönen Parkanlage als die Rhododendron geblüht haben. Einen Spaziergang durch den Park kann ich jeden empfehlen. Zu gern würde ich heute in die Gebäude noch einmal reinschauen.
    Viele Grüße Marleen

  7. Liebe Burgdame, verehrte Marleen.
    Schade, auch ich hätte mich gern mit Marleen unterhalten. Drei Tage habe ich für den Film „Das Mädchen und der Tod“ gebraucht. Du meine Güte! Es brauchte also drei Anläufe die beeindruckenden Szenen zu verarbeiten; und ich habe gedacht im Alter stumpft man ab! Danke auch Frau Burgdame für Ihre Zeilen. Gab es auf dem Gelände Tannenfeld einen Friedhof? (Die Friedhof-Szene war eindrucksvoll.) Gern würde ich ihn sehen. Wäre es möglich, bevor der Umbau des Schlosses beginnt, eine Besichtigung mit den Käufern zu organisieren? Natürlich angemeldet und mit Händen in den Taschen. Sonst wird zuviel gemaust.
    Mit lieben Tannenfeld-Gruß Hartmut-Richard3,
    Thüringer Geschichtsschreiber.

  8. Marleen Reichmann sagt:

    Hallo Burgdame, Hallo Hartmut,
    gern können wir uns weiterhin über das Schloss
    Tannenfeld austauschen.

    LG Marleen

  9. Yvonne sagt:

    Hallo danke für die tollen Bilder. Ich google ab und an nach Schloss Tannenfeld. Meine Oma war im Krieg als Deportierkind dort und erzählt mir immer noch oft Geschichten. Sie hat bei Dr. Tecklenburg gewohnt. Ich werde ihr die Bilder zeigen, da es wenige Innenaufnahmen gibt.
    Also danke noch mal. Ich denke Sie wird noch etwas wiedererkennen und sich sicherlich freuen.

  10. Hartmut Liebe sagt:

    Nach wie vor lässt mich Tannenfeld nicht los. Man spricht davon, zuerst die alte Gärtnerei abzureißen, und dann mit einem Neubau zu beginnen. Meine Kollegin war ein paarmal dort um Fotos vom Verfall zu machen. Auch wegen der Fledermäuse, weil sie auf diesem Gebiet tätig ist. So richtig lachen konnte sie nicht , als die wiederkam. Da ist manche Information so, dass man den Eindruck nicht los wird, Hier wird geflunkert dass sich die maroden Gärtnereibalken biegen..

  11. Geisler sagt:

    Schön hier etwas zu finden über Tannenfeld. Ich bin dort 2010 herumgestiefelt. Unter anderem hat mich das riesige Taubenhaus fasziniert, das voll begehbar war. Leider hab ich die Gebäude nicht von innen gesehen und einbrechen wollte ich ja auch nicht.

  12. Hartmut Liebe sagt:

    Von mir ne Bekannte hat in diesem Jahr Fotos vom recht heruntergekommenen Wirtschaftshof Tannenfeld gemacht. Das Meiste ist tüchtig verfallen und vom Einsturz bedroht.. Ich erinnere mich ein Taubenhaus gesehen zu haben. Zustand stark im Verfall. War leider nicht mit. Sie berichtet auch von einem Projekt bzw. Entwurf für Tannenfeld.. Mal sehen obs was wird. Im Luftschloss bauen sind wir ja inzwischen Spitze. Vielleicht gibts bald ne D-Zu-Verbindung via Stuttgart bzw. Direktflug via Air-Berlin.

  13. Hallo an alle,
    Ich bin noch ein Freund von Tannenfeld. Am liebsten würde ich es auch sehr gern kaufen.
    Wenn Du fragen zum Schloss und zu Löbichau hast kannst du gerne mit mir Kontakt aufnehmen.
    Die Info zum Friedhof ist, dass für den Film der Friedhof angelegt wurde, also nicht echt ist. Wie auch die Treppe zu den Hotelzimmern.
    Es gibt mehrere Filme die in Tannenfeld gedreht worden sind. So auch der letzte „Kruse“-Film wo mir nur eine Szene bekannt ist und diese ist im Saal gedreht worden, als Sie nach der Theatervorstellung den Bildhauser Max Kruse im Restaurant kennengelernt hat.
    Ich habe auch die Werbebroschüre von der Heil und Pflegeanstalt Tannenfeld in der schöne Bilder der Innenräume sind.
    Falls jemand interesse hat, ich sende den Link zu. Sie sind mitlerweile mit vielen weiteren Bilder online.
    Dazu meine Frage: Kann ich Deine Bilder hier von der Seite auch auf meine Internetseite online setzen? Natürlich mit dem Hinweis der Herkunft ! Erst einmal ende. Viele Grüße aus dem schönen grossstechau.de Eure Susanne

  14. Hartmut Liebe sagt:

    Liebe Freunde der Schlösser in Löbichau und Tannenfeld
    Wenngleich uns „Corona“ blockiert, jetzt ist Zeit zur tieferen Recherche. Noch immer sind Löbichau und Tannenfeld in meiner guten eindrucksvollen Erinnerung, und beschäftigen mich. Schmerzlich jedoch, dass nicht einmal der Wind über den Gräberen der Herzogin von Kurlandund ihrer Töchter weht. Gut dass der Buchdruck erfunden wurde, denn trotz aller Zerstörungswut und Vandalismus der Wüteriche die nicht Friederiche heißen, irgendwo liegt ein Blatt Papier, welches uns von unseren Vorfahren und ihrem Leben berichtet, und das aller Versuche des kulturellen Vandalisum der Neovandalen zum Trotz, welche ihre Sch..sprüche an alles sprayen was schön ist, weil sie selbst primitiv und dazu noch tüchtig ungebildet sind. Kelleradel sozusagen. .
    Rio Reiser fehlt halt.

  15. Wasniewska sagt:

    Liebe Leser
    Ich habe einen Teil meiner Kindheit in Tannenfeld verbracht am liebsten saß ich am Teich mit meiner Tante Hanna Bubrowski und sahen den Goldfischen zu .Meine Tante Hanna arbeitete in der Küche und versorgte die Patienten und wohnte ganz oben in der Dachwohnung.Ihre Tochter Sieglinde arbeitete als Krankenschwester im Sanatorium und wohnte ebenfalls dort .Meine Tante Hanna starb noch vor der Schließung und meine Tante Sieglinde zog auch fort .Leider weis ich bis heute nicht wie meine Tante Sieglinde mit Nachnamen heute heißt und wo sie jetzt lebt .Vielleicht wenn das jemand liest hat noch Kontakt zum damaligen Personal und kann mir helfen meine Tante zu finden .Sie hatte damals auch 2 Kinder mit denen ich gespielt habe .Ich würde mich sehr über eine Nachricht freuen
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Wasniewska
    Weimar
    TEL.015752457766

  16. Ramona Wasniewska sagt:

    Hallo Marleen
    Da du in Tannenfeld gearbeitet hast kannst du dich vielleicht noch an meine Familie erinnern.Meine Tante Hanna Bubrowski wohnte im Dachgeschoss im Haus wo sich der große Speisesaal befand und arbeitete in der Küche .Ihre Tochter Sieglinde wohnte und arbeitete ebenfalls dort als Krankenschwester. Ich verbrachte meine Ferien bei meiner Tante wir saßen oft am Teich hinter dem Haus.Da meine Tante Hanna kurz vor der Schließung Verstarb verlor sich der Kontakt zur Sieglinde.Leider habe ich Sieglinde noch nicht wiedergefunden da sie einen anderen Nachnamen hatte.Sie hatte 2 Kinder eine Tochter hieß Eva wir haben zusammen gespielt.Gibt es vielleicht jemand der sich an sie erinnert.Ich würde mich über eine Nachricht sehr freuen.
    Ramona Wasniewska

  17. Ramona Wasniewska sagt:

    Danke 🙏

  18. Hartmut Liebe sagt:

    Liebe Ramona
    Danke für Deine umfangreiche Zuschrift. Wenngleich ich nicht in Tannenfeld wohnte, vielleicht ist die ein Liebe Ramona
    Ist Dir Frank Di..el ca 50 Jahre alt bekannt, der ebenfalls mit seinen Eltern im Dachgeschoss des Schlösschens wohnte. Er wohnt jetzt in Jena.
    Seine Eltern arbeiteten in der Einrichtung. Schade dass es alles so lange her ist. Als ich über ein Rittergut recherschierte ging mirs ähnlich. Viele wussten von den Leuten nur nochj die Vornamen und nicht mal exakt diese. Ähnich geht s mir wenn ich über die Friedhöfe meiner Heimatstadt gehe; und ich finde anonyme Bestattungen schlimm, weil die Geschichten der Leute mit ihren Tod verschwinden. Ich schreiibe bereits Bekannte auf, in der Hoffnung, dass mal Jemand danachfrägt.. Ich hoffe, meine Bekannte fährt mich wenns wärmer ist nach Tannenfeld. Da schreibe ich vorher. Vielleicht sehen wir uns dort.
    Mit lieben Gruß, Hartmut .

  19. Ramona Wasniewska sagt:

    Lieber Hartmut leider sagt mir der Name Frank nichts .Es wäre nett ich möchte auch nochmal nach Tannenfeld bei mir ist es jetzt 51 Jahre her das ich dort war .Meine Kindheit die ich dort verbrachte war wie ein Traum ich war immer verzaubert von diesem Gebäuden.Der große Kronleuchter im Speisesaal der funkelte und war eine Augenweide.Wo ist er eigentlich hingekommen es wäre toll wenn er einen anderen Raum schmückt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Wasniewska

  20. Hartmut Liebe sagt:

    Liebe Ramona, meine Güte! 51 Jahre sind wirklich eine lange Zeit. Die wichtigsten Gebäude sind bis auf den Wirtschaftshof mit Gärtnerei alle noch erhalten. Der Teich ist im Zulauf entschlämmt und die kleine zum Teich führende Brücke ist ebenfalls noch erhalten. Das kleine neben dem Teich befindliche Gebäude auf welchem das Quellwasser zum Wasserturm gepumpt wurde ebenfalls. Gern würde ich Dir par Fotos per E-Mailanhang zusenden. Ob und wo der von Dir beschriebene Kronleuchter noch existiert, weiß ich nicht. Bei meinen Besuchen war das Schlösschen verriegelt. Hast du den Film „Das Mädchen und der Tod gesehen“? Er wurde 2012 gedreht und zeigt bissel Innenleben vom Tannenfeld-Schloss. Die DVD ist noch im Internet zu erwerben. Muss mal googeln. Leider habe ich die diesjährige Blüte der Osterglocken verpassst, habe aber noch Fotos vom Vorjahr.
    Bleib gesund und munter liebe Ramona Wasniewska und wenn wir uns mal treffen hören wir uns gemeinsam paar Kosakenlieder an, denn die gehen so schön unter die Haut. „Nje dla menja prichod wesna….“ Doswidanje!! schreibt „Gartmut“

  21. Ramona Wasniewska sagt:

    Danke Hartmut für deine netten Zeilen ja ich kenne den Film .Ich werde über Facebook nochmal ein Aufruf starten .Ich denke das ich dort eine größere Chance habe das sich jemand ans Personal erinnert.Ich werde im Sommer einen Ausflug nach Tannenfeld machen mal sehen ob bis dahin was passiert mit dem Objekt.
    Ich wünsche dir ebenfalls alles gute die Welt ist ja manchmal ganz schön klein aber wenn Mann jemand sucht ganz schön groß.
    Liebe Grüße
    Ramona Wasniewska

  22. Hartmut Liebe sagt:

    Liebe Ramona Wasniewska
    Dank für Deine netten Zeilen. Ich hoffe, wir sehen uns im Sommer und wandern zum Teich. Du schriebst über die große – kleine Welt. Ich habe vor zwei Jahren, weil ichs wissen wollte, nach meiner GST-Lagerfreundschaft „gegoogel“. (GST= Gesellschaft für Sport und Technik der DDR).Das war 1960 in Prerow/Darss. Ich hab aus den vielen Berliner Bärbels eine Bärbel rausgesucht, auf den Anrufbeeantworter gesprochen: „Wenn Sie die Bärbel sind, die mit mir zusammen 1960 im GST-Lager in Prerow/Darss war, bitte melden. auch wennses nicht sind. Zwei Tage später kam der Anruf. Sie wars. Seit dieser Zeit schreiben wir uns, und das ist gut so, weil Jeder seinen Rucksack zu tragen hat und froh ist durch ein liebes Wort bissel entlastet zu werden. Ich habe, wie die Indianer sagen, 79 Sommer gesehen .Grund zu Eifersüchteleien besteht nicht, liebe Ramona Wasniewska, denn wenn ich meine Lagerliebe mal wirklich küssen wollte und meinen Krückstock an den Baum lehnte, falle ich womöglich um und Keiner hebt mich auf 😉 Mit lieben Gruß aus Thüringen, Hartmut , Richard

  23. Ramona Wasniewska sagt:

    Hallo Hartmut da hattest du aber großes Glück das die gesuchte Bärbel noch auffindbar war .Mit Frank Di..el habe ich nichts rausfinden können ohne kompletten Nachname leider keine Chance.Ja da hast du recht in dieser schnelllebigen Zeit bleibt oft das Nette und die Höflichkeit auf der Strecke.Ein lächeln zur Verkäuferin oder das danke und bitte ist heute eine Seltenheit.Ich hoffe das die Menschen aus dieser Corona Krise etwas lernen.Ach ja bei mir sind es 57 Sommer ich hoffe es folgen bei uns beiden noch viele damit wir erleben was aus Tannenfeld wird😯
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Wasniewska

  24. Hartmut Liebe sagt:

    Hallo Ramona, der Frank, der oben im Schloss wohnte weil seine Eltern dort arbeiteten, trägt den Nachnamen Dittel. Vielleicht kannst Du damit was anfangen. Leider weiß ich nicht wie viele Jahre er dort wohnte. Ich vermute bis zur Auflösung der Einrichtung nach der Wende 1989-1990 und ist ungefähr in deinem Alter. Leider muss ich mal sehen ob mich meine Bekannt nochmal nach Tannenfeld fährt. Also wenn der Umbau so richtig startet wird es im Park viel Unruhe geben. Sämtliche Anschlüsse müssen neu verlegt werden, denn ich vermute da ist seit 1900 nicht mehr viel passiert..Da das Schösschen Tannenfeld seit 1900 manch verschiedene Bewohner sah, wird es schwer werden ohne das Hausbuch, zu DDR-Zeiten geführt , nachzukommen..Fest steht aber, dass die Zimmer in der der oberen Etage von Angestellten der Einrichtung bewohnt wurden. Also Pfflegepersonal und Hausangestellte. Mit freundlichem Gruß, Hartmut. Liebe

  25. Ramona Wasniewska sagt:

    Hallo Hartmut danke 😀für den Vollständigen Namen Frank Dittel ich hab ihn im Telefonbuch in Jena gefunden ich rufe ihn Montag gegen Abend mal an und berichte dir dann gern über das Gespräch.Darf ich dich fragen was dich nach Tannenfeld geführt hat ? Bei Google haben wir gelesen das sich die Restaurierungen schon paar mal verschoben haben .Der letze Stand es soll eine Klinik für Demenz erkrankte werden .
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Wasniewska
    aus dem schönen Weimar

  26. Hartmut Liebe sagt:

    Liebe Ramona
    Natürlich dafst Du wissen, was mich nach Tannenfeld geführt hat. Die Herzogin von Curland auf Löbichau war die Patentande von Theodor Körner. Da haben seine Eltern sogar den ursprünglich angedachtenen Vornamen geändert, also Dorothea und der kleine Theodor. Dieser vergötterte in seinen Jugendjahren die Herzogin samt den 3 Töchtern, schrieb herrliche uns kaum bekannte Liebesgedichte, und starb leider mt knappr 22 Jahren viel zu früh. Da ich mich mit dem Lützowschen Freikorps beschäftige, war es zur Patentante und damit zum Musenhof der Herzogin von Kurland. nur ein kleiner Schritt. Da die Herzogin eine Verehrerin von Napoleon war, den sie, glaubt man der Legende, gern geheitatet hätte, kühlte sich dann das Verhältnis Theodors zur Herzogin von Kurland etwas ab, zumal sie dann mit Tallyrand ins Bettchen ging. Trotzdem, die Jugendjahre des Theodor Körner und seine Besuche bei seiner Patentante in Löbichau hatten schon etwas. Bis zum Kriegsende existierte im Schloss zu Löbichau auch ein im Gedenken an Theodor Körner vorhandenes Körnerzimmer. Alles weg auf Nimmerwiedersehen. Mit einem dreifach donnernden „Lützow-Horridoh!“
    Hartmut, der alte Lützower Jäger

  27. Burgdame sagt:

    Liebe Ramona, lieber Hartmut,

    Ihr schreibt Euch so viel über die Kommentarfunktion. Wenn Ihr möchtet, dann kann ich Euch die jeweiligen Mailadressen des anderen geben, damit Ihr Euch direkt austauschen könnt. Falls Ihr das nicht wünscht, werde ich natürlich keine persönlichen Daten weitergeben.

    Herzliche Grüße, Eva

  28. Hartmut Liebe sagt:

    Ja, liebe Eva, das können wir machen. Die total öffentliche Korrespondenz ist tatsächlich nicht tohne.
    Herzliche Grüße Hartmut

  29. Liane Schebitz sagt:

    Hallo,
    war 1976 in Tannenfeld wegen Fehldiagnose.
    Haus Waldegg, hatte dort evtl. einen Pfleger,
    haben Volleyball gespielt und uns unterhalten.
    Würde nur gern mal wissen, was er jetzt macht.
    Wie es ihm geht.
    Er hieß damals von vielen genannt Atze!
    Den richtigen Namen???

    Danke,
    es liegt mir am Herzen
    Liane
    Kann mich sonst an keinen Namen erinnern.

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