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Das EdelSteinLand ist vor allem für Edelsteine bekannt, denn in Idar-Oberstein und Umgebung gibt es bis heute zahlreiche Edelsteinvorkommen und Betriebe, die die Edelsteine verarbeiten. Doch das EdelSteinLand ist auch eine Region der Burgen und Schlösser. Es gibt viele imposante Burgen und verwunschene Burgruinen im Hunsrück. Hier zeige ich nur eine Auswahl von Ruinen, Burgen und Schlössern im Hunsrück. Diese Adelssitze sind einen Ausflug wert, denn es gibt hier viel zu entdecken. Ein Besuch der Burgen und Schlösser im EdelSteinLand sollte mit einer Wanderung verbunden werden, denn die Burgen und Schlösser sind eingebettet in wunderschöne und dramatische Natur. Besonders die Verbindung von Natur und Kultur gefällt mir sehr, denn alle Burgen können mit einer Wanderung kombiniert werden. Erkundet habe ich geheimnisvolle Burgruinen, uralte Keltensiedlungen und sagenhafte Orte. Dazu habe ich neue Freundschaften geschlossen, z. B. mit einem Waschbär oder dem Wanderhund Mila. Daher nehme ich Euch heute mit auf eine Entdeckungsreise zu den Burgen und Schlössern im Edelsteinland.

Drei Burgen in Idar-Oberstein, Burgen und Schlösser im Hunsrück, Ausflugstipps im Edelsteinland
Über der Stadt Idar-Oberstein thronen gleich drei Burgen: die Burg Bosselstein, das Schloss Oberstein und die Felsenkirche, die einst eine Höhlenburg war.

Schmidtburg – eine der schönsten Burgruinen in Deutschland

Die Gegend um Bundenbach ist vor allem für Schieferstollen bekannt, denn in der Umgebung gab es einst etwa 100 Stollen. Inmitten der Stollen findet man eine der schönsten Burgruinen in Deutschland, die Schmidtburg. Die Ruine ist groß, imposant und sehr gut erhalten. Die Größe der Burg habe ich schon von meiner Übernachtungsstation bewundert, doch dass die Burg so groß ist, habe ich nicht geahnt. Obwohl in der Nähe der Burg ein Parkplatz ist, ist eine Wanderung zur dieser malerischen Ruine ein besonderes Erlebnis, weil man auf dem Weg sehr viele spannende Stationen entdecken kann. Dadurch hatte ich schon zahlreiche Erlebnisse, bevor ich die Burganlage erreicht habe.

Geschichte der Schmidtburg

Die Schmidtburg ist eine große und imposante Burgruine, die abgelegen in hügeliger Landschaft liegt. An der Stelle der mittelalterlichen Burg gab es schon in der Antike eine römische Siedlung. Bis heute kann man auf der Schmidtburg Spuren von Römern entdecken, später verrate ich Euch wie. Vor den Römern siedelten vermutlich sogar die Kelten hier. Die mittelalterliche Burg soll Anfang des 10. Jahrhunderts erbaut worden sein, als eine Schutzburg gegen die Überfälle der ungarischen Stämme. Im 11. und 12. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz der Wildgrafen, später kam sie in den Besitz des Erzbistums Trier und wurde vom Erzbischof und Kurfürst Balduin von Trier verwaltet. Das Palais gehört zu den jüngsten Teilen der Burg, erbaut wurde es um 1340 vom Balduin von Trier.

Im 14. und 15. Jahrhundert lebten mehrere Ritterfamilien auf der Burg, am längsten blieb die Familie Schenk von Schmidtburg. Der Adelstitel der Familie lautet „Schenk von Schmidtburg“, denn die Männer dienten als Mundschenken des Kaisers. Das war einst eine große Würde, denn der Kaiser vertraute nur wenigen Personen, welche dann seine Speisen servieren durften. Im 30-jährigen Krieg wurde die Schmidtburg zerstört und verfiel zur Ruine.

Schinderhannes Schatz

Auch der berühmte Räuber Schinderhannes wird mit der Gegend und vor allem mit der Schmidtburg in Verbindung gebracht. Denn nach einem Überfall auf einen jüdischen Kaufmann soll Schinderhannes mit einer enormen Beute auf der Flucht gewesen sein. Er soll sich auf der Schmidtburg versteckt haben und hier soll er auch einen Teil seiner Beute vergraben haben. Schinderhannes wurde festgenommen und wartete im Verlies in Herrstein auf seine Strafe. Der Schatz wurde nie gefunden und falls in der Legende ein wenig Wahrheit steckt, dann ist der Schatz des Schinderhannes vielleicht immer noch auf der Schmidtburg.

Auf dem Burggelände fanden bisher keine archäologischen Ausgrabungen statt. Wer weiß, welche Geheimnisse das große Burgareal verbirgt?

Schmidtburg GPS: 49° 51′ N, 7° 23′ O

Keltensiedlung Altburg

Etwa ein Kilometer von der Schmidtburg findet man eine Keltensiedlung, denn die Umgebung um Bundenbach wird schon seit Jahrtausenden bewohnt. Altburg wird die Keltensiedlung genannt, denn hier befand sich einst eine keltische Burganlage, an die heute nur noch Wälle erinnern. Bewohnt wurde die Burganlage vom 3. bis zum 1. Jahrtausend vor Christus, jedoch sowohl der Herrschersitz als auch die Wohnhäuser waren aus Holz erbaut, daher ist heute nichts mehr erhalten. Ein Teil der Siedlung wurde als ein kleines Freilichtmuseum wieder aufgebaut. Gelebt haben hier Kelten aus dem Stamm der Treverer. Die Treverer bauten viele Höhenburgen in den linksrheinischen Gebieten im Süden von Deutschland. Erst als die Gebiete von Römern erobert wurden, verschwanden die keltischen Siedlungen. Ob die Kelten erobert, getötet, vertrieben oder integriert wurden, ist heute nicht gänzlich erforscht.

Keltensiedlung Altburg, 55626 Bundenbach
Öffnungszeiten: Ostern bis Oktober
Montag 14.00 – 16.00 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 11.00 – 16.00 Uhr, Freitag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Parken kann man am Besucherbergwerk Herrenberg, von dort aus sind es ca. 300 m zu Fuß.

Burgen entdecken auf Deutschlands schönstem Wanderweg – die Hahnenbachtaltour

Die Burgen Schmidtburg und Altburg liegen am schönsten Wanderweg Deutschlands, gekürt 2012. Den Wanderweg habe ich zusammen mit einem hervorragenden Guide bewandert. Michael Brzoska ist Wanderguide für die Region um Bundenbach, die Führung war so kurzweilig, vielseitig und unglaublich interessant, dass ich sehr viel über die Region und ihre Geschichte gelernt habe. Das Beste an der Wanderung mit Michael waren die skurrilen Geschichten, die Legenden und seine eigenen Theorien. Das hat die Tour so besonders gemacht. Große Freude bereitete mir auch Michaels charmante Begleiterin, seine Hündin Mila. Während der Wanderung entdeckte ich Orte, die ich alleine nicht erkannt hätte, z. B. versteckte Hinweise auf Mineneingänge, auf römische Wege oder Mauerreste einer alten Mühle.

Ein wenig unnützes Wissen am Rande. Wisst Ihr, wie man römische und mittelalterliche Wege unterscheidet? Die Wagenspuren hatten unterschiedliche Breiten. Die Wägen der Römer hatten eine Breite von 1,30 Metern, die Wägen im Mittelalter waren dagegen schmaler, hatten nur eine Breite von 0,90 Metern. Und warum war ein Weinopfer bei den Kelten viel mehr wert als ein menschliches Blutopfer? Sklaven hatte man in der Vergangenheit genug, sie konnten jederzeit geopfert werden. Der Wein musste aber aus der Mittelmeerregion mühsam in den Norden transportiert werden und war unendlich kostbar.

Die Kontaktdaten von Michael Brzoska findet Ihr auf seiner Webseite: www.wandern-im-hunsrueck.de

Übernachten in der Natur zwischen zwei Burgen

Sleeperoo am Schieferbergwerk Herrenberg

Am Schieferbergwerk gibt es eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit, in einem individuellen Cube. Der Sleeperoo ist kein Zelt, aber es ist auch kein Glamping. Ein Sleeperoo ist perfekt für diejenigen, die sich eine einsame Nacht in der Natur wünschen und dennoch auf etwas Komfort nicht verzichten möchten. Es ist eine Art Zelt-Cube, jedoch aus Kunststoff und festem Material, daher deutlich einbruchsicherer als ein Zelt. An drei Seiten hat man „Fenster“ und auch das Dach ist durchsichtig, so dass man den Sternenhimmel sehen kann. Das Beste am Sleeperoo ist aber das Bett, denn darin befindet sich eine richtige Matratze, Kissen und Bettdecke. Der Cube steht nur 50 Meter vom Schieferbergwerk entfernt, etwas unterhalb des Kiosks und des kleinen Museums, dennoch versteckt und nur durch eine Treppe erreichbar. Der Besucher übernachtet mitten in der Natur, direkt am Waldrand mit Blick auf die Schmidtburg. Die Keltensiedlung Altburg ist auch nur etwa 300 Meter entfernt.

Sanitäre Anlagen gibt es am Kiosk, allerdings nur eine Toilette und ein Waschbecken, ohne Duschmöglichkeit. Der Handyempfang ist nicht gut, stattdessen hat man großartige Natur drumherum. Ich war absolut alleine auf dem Gelände, das war ein Erlebnis, was ich noch nie hatte. Obwohl ich alleine im Sleeperoo übernachtet habe, habe ich mich sicher gefühlt.

Mehr Informationen über den Sleeperoo und die Standorte, wo die Cubes zu finden sind, findet Ihr auf der Webseite.

Übernachten in einem Sleepero, Erfahrungen im Sleepero
Naturnähe und Individualität wie in einem Zelt, dennoch Sicherheit und ein richtiges Bett – das bietet der Sleepero.

Drei Burgen in Idar-Oberstein

Obwohl man heute nur noch zwei der Burgen sehen kann, gab es in Oberstein einst drei Burgen. Die Herren vom Stein haben um 1100 eine Höhlenburg errichtet, dort wo sich heute die Felsenkirche befindet. Die einzigartige Felsenburg wurde „Burg im Loch“ genannt. An diese Burg erinnert heute nichts, daher erwähne ich sie nur am Rande. Kurz später wurde die Burg Bosselstein erbaut, welche heute nur noch als Ruine oberhalb der Felsenkirche thront. Im Zuge einer Familienfehde und der Spaltung der Familien wurde auf dem Nachbarfelsen der der Burg Bosselstein die Burg Oberstein erbaut. Eine Wanderung zur Felsenkirche, zur Burg Bosselstein und zum Schloss Oberstein ist nicht nur wegen der bemerkenswerten Orte etwas Besonderes. Die Waldwege sind zwar steil und anstrengend, doch ich wurde mit traumhaften Ausblicken auf die Idar-Oberstein und die grüne und felsige Umgebung belohnt.

Schloss Oberstein

Hoch über der Stadt Idar-Oberstein auf einem Felsen steht die Burg Oberstein und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Hunsrück. Erbaut wurde die Burg vermutlich im 14. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1330. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die trutzige Burg in ein Schloss umgebaut. Der berühmteste Schlossbewohner was Philipp II. von Daun, der spätere Kurfürst und Erzbischof von Köln. Der Wappensaal zeigt eine Reihe von Wappen adeliger Familien. Das ist die Ahnenreihe von Philipp, denn bevor er Kurfürst wurde, musste er einen jahrhundertealten Stammbaum nachweisen.

1855 brannte das Schloss vollständig ab, nur noch eine Ruine blieb erhalten. Im 20. Jahrhundert wurde die Ruine teilweise wieder aufgebaut. Bis 1956 befand sich eine Jugendherberge im Schloss. Heute wird das Schloss als Museum und als Veranstaltungsort genutzt. Es beherbergt mehrere repräsentative Räume, welche für Veranstaltungen genutzt werden, aber auch gemietet werden können. Sehr beliebt ist natürlich das Trauzimmer. Um die Burg lag einst ein großer Landschaftspark, an den heute noch einige Elemente erinnern. Es ist geplant, dass der Landschaftspark wieder in seiner alten Pracht angelegt werden soll.

Mehr Informationen: Burgenverein Schloss Oberstein
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr

Burgruine Bosselstein

Die Burgruine Bosselstein liegt hoch auf einem steilen Felsen über der Felsenkirche in Idar-Oberstein. Von der einst mächtigen Burg ist heute nur noch ein Turmstumpf mit einigen Mauern erhalten geblieben. Erbaut wurde die Burg Bosselstein in der Hälfte des 12. Jahrhunderts. Bis etwa 1600 wurde sie von den Herren von Stein bewohnt. Nachdem sie verlassen wurde, verfiel sie zur Ruine.

Diese Ruine liegt absolut dramatisch auf einem steilen Felsen, der Aufstieg ist anstrengend, doch der Ausblick von Oben ist wunderbar.

Die Legende um eine Brüderfehde

Die Felsenkirche soll als Sühnewerk für einen Brudermord erbaut worden sein. Über den Brüdermord von Oberstein habe ich zwei Versionen gefunden. Mitte des 11. Jahrhunderts sollen auf der Burg Bosselstein zwei Brüder gelebt haben, Wyrich und Emich, die Herren von Stein. Sowohl der ältere Wyrich als auch der jüngere Emich liebten beide die gleiche Dame, Bertha von der Lichtenburg. Bertha liebte jedoch den jüngeren Emich, sie heirateten, als Wyrich auf Reisen war. Als dieser wieder zurückkehrte und von der Hochzeit erfuhr, soll er vor Wut Emich aus dem Fenster in den Abgrund gestoßen haben. Voller Reue über seine Tat verließ Wyrich die Burg und zog in den Krieg, wo er in verschiedenen Schlachten den Tod suchte. Er starb jedoch nicht und kehrte Jahrzehnte später auf die Burg Bosselstein zurück. Am Grab seiner geliebten Bertha soll Wyrich einem Abt seine Schuld gebeichtet haben, dieser hat ihm zur Sühne eine Aufgabe gegeben. An der Stelle, wo der Leichnam seines Bruders gefunden wurde, sollte er eine Kirche bauen. Daher baute Wyrich die Felsenkirche, die bis heute ein einzigartiger Touristenmagnet ist. Diese Legende habe ich im Buch „Magisch Reisen“ von David Luczyn* gefunden.

Auf der Webseite der Burg Oberstein wird eine andere Version der Fehde erzählt. Die Herren von Daun-Oberstein teilten sich in zwei Familienzweige, doch der Streit über den Besitz und die Ländereien zog sich über Jahrhunderte hin und gipfelte in dem Brudermord. Ende des 14. Jahrhunderts soll Wirich IV. von Daun-Oberstein als Sühne für einen Mord die Burg im Loch in die Felsenkirche umgebaut haben. Die zweite Version hat vermutlich mehr Wahrheitsgehalt, mir gefällt die erste Legende um die tödliche Liebe jedoch besser. Und wenn die Informationen von Wikipedia stimmen, dann war Wirich IV. der Vater des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln.

Felsenkirche – einst die Burg im Loch

Wie schon oben erwähnt, dort wo jetzt die Felsenkirche steht, befand sich einst eine Höhlenburg, die „Burg im Loch“ wurde sie genannt. Die Existenz der Burg ist urkundlich belegt, doch mehr ist nicht über sie bekannt. Heute ist die Felsenkirche das Wahrzeichen der Region und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Über der Stadt, imposant in einen steilen Felsen gebettet, thront die Kirche. Schon der Aufgang ist ein Erlebnis, denn man geht durch einen Felsengang, der an einen Stollen erinnert. Die 500 Jahre alte Kirche ist schlicht, birgt aber einige besondere Kunstschätze, z. B. einen mittelalterlichen Altar. An den Wänden findet man zwei Grabsteine, als Epitaphe hochstehend. Es sind die Grabsteine vom Ritter Philipp II. von Daun-Oberstein und seiner Ehefrau Mena, Raugräfin von Neuenbamberg. Beeindruckend ist die ungeschmückte Felswand, die den Altar umrandet. Hier wird dem Besucher bewusst, dass man sich in einem Felsen befindet. Die Orgel der Felsenkirche wurde von Johann Michael Stumm (1683-1774) erbaut, dem ersten Orgelbauer der berühmten Stumm-Dynastie.

Zum Zeitpunkt meines Besuchs war die Felsenkirche geschlossen, aktuelle Informationen
bekommt Ihr bei der EdelSteinLand Tourist Information.

Im Nationalpark: Wildenburg mit Wildfreigehege

Wildenburg – höchstgelegene Burg in Rheinland-Pfalz

Auch hier wurde eine Burg an der Stelle einer keltischen Fluchtburg erbaut. An die keltische Burganlage erinnert heute nur noch der steinerne Ringwall, der heute unweit der Burg entdeckt werden kann. Eine römische Befestigung befand sich an dieser Stelle auch. Im Spätmittelalter wurde hier erneut eine Burg erbaut, deren erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1330. Mitte des 17. Jahrhundert wurde die Wildenburg zerstört und verfiel zunächst. Teile der Anlage wurden wieder aufgebaut und als Verwaltungssitz genutzt. Der imposante und von weitem sichtbare Turm gehört nicht zur Burg, sondern ist ein Aussichtsturm, der in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Die Wildenburg wird heute privat genutzt, einige Räumlichkeiten können jedoch für Feiern gemietet werden. Eine Besichtigung der Burg ist nicht möglich.

Wildenburg im Hunsrück, Burgen und Schlösser im Hunsrück, Ausflugstipps im Edelsteinland
Die Wildenburg erinnert an einen Bauernhof, doch die Anlage ist groß und alt.

Wildenburg wandernd entdecken

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein sehr junger Nationalpark. Doch schon jetzt ist eine Wanderung durch entstehenden Urwald magisch. Denn der Urwald ist noch in Entstehung, Wildnis-Entwicklungsgebiet wird das genannt. Die umgefallenen und bewachsenen Bäume, die bizarren Felsen wirken phantastisch und geheimnisvoll. Die Wildenburg liegt am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, den Besuch der Burg sollte man daher unbedingt mit einer Wanderung verknüpfen. Eine sehr schöne und leichte Rundwanderung habe ich mit der Nationalparkführerin Jutta Görner-Dietz gemacht. Während der Führung habe ich nicht nur historische Fakten über die Burg und eine keltische Siedlung unweit der Burg bekommen, sondern auch allerlei interessante Informationen über die wunderschöne Natur. Bei dieser Führung waren sogar alte Steine und Felsen nicht nur schön, sondern auch erkundenswert. Der Wanderweg führte an einem „Hexentanzplatz“, einer bizarren Felsformation vorbei, wo angeblich in vorchristlichen Zeiten eine Kultstätte oder ein Thingplatz war. Spannend fand ich auch so skurrile Informationen, wie z.B., dass aus einem Baumpilz in Rumänien Hüte gemacht werden.

Kontaktdaten der Naturparkführer und auch von Jutta Görner-Dietz findet Ihr auf der Webseite des Nationalparks.

Wildfreigehege Wildenburg

Ich glaube, ich habe noch nie wilde Tiere so nahe erlebt wie im Wildenburger Wildpark. Obwohl die Tiergehege sehr weitläufig sind, sind die Tiere sehr an Menschen gewöhnt und überhaupt nicht scheu. Sie wissen, dass bei den Besuchern häufig etwas Leckeres zu finden ist. Egal ob Hühner, Ziegen oder Rehe, sobald Menschen am Gehege vorbei gehen, kommen die Tiere an den Zaun, schmeicheln sich an und hoffen auf Leckerlis. An der Kasse kann man Tüten mit Mischfutter erwerben, die Besucher sind daher immer willkommen. Ich fand es unglaublich, dass Wildtiere am Zaun lagern und auf Besucher warten, obwohl sie ein riesiges Gehege haben. Hier hatte ich das Gefühl, dass es den Tieren gut geht. Natürlich gibt es im Gehege auch scheue oder gefährliche Wildtiere. Wildkatzen sind so scheu, dass sie fast den ganzen Tag im Versteck sind und man riesiges Glück hat, wenn man eine Wildkatze zu sehen bekommt. Natürlich können Besucher die Wölfe nur aus einer sicheren Entfernung beobachten. Gleich zwei Zäune trennen die Menschen von den Wölfen. Dennoch war es ein besonderes Erlebnis für mich, Wölfe aus der Nähe zu bewundern. Das Heulen der Wölfe ist tatsächlich etwas bedrohlich, sogar im hellen Sonnenschein.

Das Streicheln und Füttern ist toll, doch in einem Wildgehege sollte man auch etwas über die Wildtiere lernen. Eine sehr interessante Führung durch das Wildfreigehege hatte ich mit Florian Koch. Ich habe unglaublich viel Wissenswertes, aber auch skurriles über die Tiere erfahren, über deren Gewohnheiten, Lebensweise und auch viel über die Irrtümer, an die Menschen glauben.

Wildfreigehege Wildenburg, 55758 Kempfeld
Öffnungszeiten: täglich 09.00 bis 17.30 Uhr

Falls Ihr mehr über das Wildgehege und die Arbeit von Florian erfahren möchtet, empfehle ich Euch das folgende Video:

Wildenburg Wildgehege mit Waschbären, Ausflugstipps im Hunsrück.
Die Fütterung der Waschbären war mein Highlight im Wildgehege, ich hätte nicht gedacht, dass Waschbären so süß sein können.

Wo finde ich die Burgen und Schlösser im Hunsrück?

*Werbung: Dieser Beitrag ist im Rahmen einer bezahlten Kooperation entstanden. Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und die wunderbare Zeit im EdelSteinLand.

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Erstellt am August 8, 2022

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