Die gruseligsten Burgen in Schottland – Schottische Spukschlösser

Schottland ist das Land der Geister und Legenden. Die Fülle der Gespenster dort ist sehr beeindruckend. In Großbritannien ist es üblich, dass jedes ältere Gebäude einen Hausgeist hat, es gibt kein Schloss und keine Ruine, über das nicht irgendwelche geheimnisvollen Überlieferungen erzählt werden. Die schottischen Burgen werden besonders häufig heimgesucht, denn dort spukt nicht nur ein Geist. Die meisten Burgen werden von mehreren Geistern oder sagenumwobenen Gestalten frequentiert. Die vielen Ruinen, die spektakuläre und einsame Landschaft, die nebelverhangenen Berge und die geringe Besiedelung – das alles beflügelt die Phantasie der Menschen. Ich zeige Euch heute die sagenhaftesten und gruseligsten schottischen Spukschlöser.

Dunnottar Castle

Kaum eine anders schottisches Spukschloss liegt so dramatisch und uneinnehmbar an steilen Felsenklippen. Nur ein schmaler Steig führt zur vom Meer umgebenen Ruine. Die Lage an den Klippen ist spektakulär.

Die heutigen Ruinen von Dunnottar Castle stammen aus dem 15. Jahrhundert, aber an dieser Stelle gab es schon sehr viel früher bedeutende Festungen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 7. Jahrhundert. Der erste offizielle schottische König Donald II. verteidigte die Festungsanlage vor einfallenden Wikingern, leider erfolglos. 1297 wurde die damals englische Burg vom schottischen Freiheitskämpfer William Wallace (Braveheart*) erobert. Er soll die ganze englische Garnison in einer Kirche bei lebendigem Leib verbrannt haben. 1562 lebte die schottische Königin Maria Stuart einige Monate auf Dunnottar Castle.

Die schottischen Kronjuwelen wurden hier vor Oliver Cromwell versteckt und sind nach der Eroberung auf seltsame Weise verschwunden. Es wird erzählt, dass die Kronjuwelen bis heute in der Nähe der Burg vergraben sein sollen.

Dunnottar Castle liegt malerisch an steilen Felsenklippen.

Auch diente Dunnottar als Gefängnis. Eine Gruppe schottischer Rebellen, mehr als 160 Personen, auch Frauen und Kinder wurden im Verließ von Dunnottar Castle über Monate festgehalten und gefoltert. Eine Mehrheit starb in dem Kerker. Die Verließe der Burg können bis heute besichtigt werden und natürlich kann man hier Geistern begegnen.

Die Geister von Dunnottar Castle

Diese Geisterburg ist prädestiniert für übersinnliche Phänomene. Nachts soll man in den Ruinen von Dunnottar Schreie von mehreren Menschen hören. Sind das die Geister der Rebellen oder die der englischen Soldaten, die dort verbrannten? Manchmal wird auch die Gestalt eines großen Mannes gesichtet, der eine altertümliche Uniform trägt und aufs Meer hinaus schaut. Auch ein Mädchen im traditionellen schottischen grünen Karo wurde in der ehemaligen Küche gesehen, sie wird „Grüne Dame“ genannt. Andere Besucher sahen einen skandinavisch aussehenden Mann in der ehemaligen Wachstube, dieser stammt vielleicht schon aus der Zeit der Wikinger-Invasion.

Die Burganlage besteht aus mehreren Ruinen und ist nur durch einen schmalen Steg zugänglich.

Slains Castle

Slains Castle liegt nördlich von Dunnottar Castle. Korrekter Weise müsste ich New Slains Castle schreiben, da es auch noch einen Überrest vom Old Slains Castle gibt. Hier geht es aber um das Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Auch diese Ruine ist absolut sehenswert, denn im Gegensatz zu den mittelalterlichen Burgen ist das hier eine richtige Schlossruine, die so malerisch wie Dunnottar Castle liegt. Da der Schriftsteller Bram Stoker die Sommermonate oft in Cruden Bay verbracht hat und auch häufiger im Schloss zu Gast war, soll das Schloss für ihn eine Inspiration für Draculas Schloss gewesen sein. Denn Bram Stoker war nie in Rumänien. Zu Lebzeiten von Bram Stoker war das Schloss noch bewohnt, er war ein häufiger Gast hier. Schon das macht das Spukschloss zu den legendärsten in Schottland.

Die Geister von Slains Castle sind etwas jünger, denn hier spuken Soldaten aus dem II. Weltkrieg. An den steilen Klippen unterhalb der Burg befinden sich Schutzbunker aus dem II. Weltkrieg, einige Soldaten sind hier gefallen. Ein mal im Jahr kann man auch den Geistern Schiffbrüchiger begegnen, die aus dem Meer auftauchen und an Land kommen.

Eine Weiße Dame mit Pferden und Gespann wurde aber auch hier schon gesehen. Es soll eine der Frauen gewesen sein, die im 17. Jahrhundert im Turm eingesperrt waren, weil sie der Hexerei bezichtigt wurden.

Linlithgow Palace

Linlithgow Palace ist ein wahrhaft königlicher Palast, denn sowohl Jakob V. als auch Maria Stuart wurden hier geboren und viele Könige lebten hier, nicht nur schottische Herrscher. Auch die in Deutschland bekannte „Winterkönigin“ Elisabeth, Kurfürstin von der Pfalz wuchs hier auf. Margaret Tudor (Schwester vom Heinrich VIII.) und Anna von Dänemark wählten das Schloss als ihren Witwensitz.

Das heutige Palastgebäude wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, aber auch an diesem Ort gab es bedeutende Vorgängerbauten. 1124 wird zum ersten Mal ein königlicher Gutshof in Linlithgow erwähnt. Einige Ruinenreste kann man heute noch sehen. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss von der Königsfamilie verlassen, es diente danach zeitweilig als Soldatenherberge, für die Soldaten von Oliver Cromwell. Später besuchte Bonnie Price Charlie und Queen Anne das Schloss. 1746 brannte der Palast aus und wurde nicht wieder aufgebaut.

Direkt neben der Palastruine befindet sich die St. Michael’s Church mit einem alten Friedhof. Die spätgotische Kirche ist sehr prunkvoll und hat auch viele berühmte Persönlichkeiten erlebt. Z. B. wurde Maria Stuart hier getauft.

Geister von Linlithgow Palace

Natürlich spukt es auch in diesem schottischen Geisterschloss. Hier wurde die „Blaue Dame“ gesichtet, eine Frau in einem blauen Kleid, die zwischen dem Schlosstor und der Kirchenpforte umherwandert. In einem der Türme, in der ehemaligen Kammer der Queen Mary soll der Geist der blauen Dame auch gesichtet worden sein. Die Fachleute sind sich aber noch nicht ganz einig, ob es sich bei der „Blue Lady“ um Margaret Tudor (die Ehefrau vom James IV. oder um Mary of Guise (die Ehefrau vom James V.) handelt. Eine Frau im blauen Kleid soll den englischen König James IV. gewarnt haben, nicht gegen die Schotten zu kämpfen. Er hörte nicht auf sie und starb bei der Schlacht von Flodden.

Edinburgh Castle

Der Vollständigkeit halber nehme ich auch Edinburgh Castle in meine Liste auf, auch wenn es für mich einer der am wenigsten geheimnisvollsten Orte in Schottland ist. Majestätisch und sehenswert ist die Burg dennoch. Die Burg von Edinburgh liegt auf einem Felsen, mitten in der Innenstadt. Es ist das Wahrzeichen von Edinburgh und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Schottland. Und dieses Spukschloss soll zu den gruseligsten Orten in Schottland zählen.

Schon im 7. Jahrhundert nach Christus wird eine Burg oder eine Festung auf dem Burgberg vermutet. Erste gesicherte urkundliche Erwähnung stammt aber erst aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten der heute erhaltenen Mauern. Die Burg gehört zu den wichtigsten schottischen Königssitzen, fast jeder Herrscher residierte hier. Auch Maria Stuart lebte vor ihrer Gefangennahme und Abdankung auf dieser Burg.

Seit 1996 ist der legendäre Stone of Scone wieder zurück in Schottland, in der Burg von Edinburgh. Es ist der Krönungsstein der schottischen Könige. Seit dem 12. Jahrhundert wurden über zwei Jahrhunderte die schottischen Oberhäupter auf diesem angeblich magischen Stein gekrönt. Leider wurde der Stone of Scone schon Ende des 13. Jahrhunderts von den Engländern geraubt und nach Westminster gebracht, wo er für die Krönung der englischen Oberhäupter missbraucht wurde. Das Symbol der schottischen Unabhängigkeit für die Schotten galt fortan als das Symbol der Einheit von England und Schottland (natürlich nur für die Engländer). Erst 1996 wurde er in einer feierlichen Zeremonie den Schotten zurückgegeben und wird seit dem im Edinburgh Castle aufbewahrt, neben den noch erhaltenen Kronjuwelen.

Die Geister von Edinburgh Castle

Diese Burg wird von einer Vielzahl von Geistern frequentiert. Dazu gehören ein kopfloser Trommler, der schon zu Zeiten von Oliver Cromwell gesichtet wurde und ein geisterhafter Dudelsackspieler, der nach einem Weg sucht. Besonders beliebt ist Geist eines Hundes, der angeblich von dem Hundefriedhof neben der Burg kommt. Die Umgebung der Burg ist von einer Vielzahl von Tunneln und Verließen umrundet, auch dort wird von geisterhaften Erscheinungen erzählt. Besucher berichten von Lichterscheinungen oder plötzlichen Temperaturstürzen. Ich bin allerdings enttäuscht, dass diese Burg von keiner Dame heimgesucht wird.

Edinburgh Castle ist das Wahrzeichen der schottischen Hauptstadt

Stirling Castle

Auch diese Burg ist ein wahrer Touristenmagnet, denn sie war vom 11. bis zum 17. Jahrhundert einer der Hauptsitze der schottischen Könige. Die Burganlage von Stirling Castle besteht aus mehreren sehr unterschiedlichen Gebäuden, denn sie wurde oft aus- und umgebaut. Schon William Wallace (Braveheart) eroberte die Burg von den Engländern zurück. Die Anlage war immer wieder Ort von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Schotten und Engländern.

Die Geister von Stirling Castle

Die Burg von Stirling wird von weiblichen Geistern in farbenfrohen Kleidern heimgesucht. Hier wurde nicht nur die „Weiße Dame“, sondern auch die „Blaue Dame“ und die „Rosa Dame“ gesehen. Die schaurigste und am häufigsten gesichtete Erscheinung ist die „Grüne Dame“. Manche Legenden erzählen, dass sie die Tochter eines Generals war, die sich vom Turm stürzte, als ihre Affaire mit einem Soldaten aufgedeckt wurde und dieser erschossen wurde. Andere sagen, dass sie eine Dienstmagd von Maria Stuart war, die die Hellsehergabe hatte und Maria warnen wollte. Die Dame in der rosa Robe wird häufig auf dem Friedhof gesichtet. Aber auch ein männlicher Geist ist erwähnenswert, denn er erscheint im Kilt und wird oft mit einem Burgführer verwechselt. Doch sobald er angesprochen wird, verschwindet er wieder.

Elcho Castle

Zwischen Stirling und Dundee kann man die Ruine von Elcho Castle besuchen. Obwohl die Burg schon seit 1780 verlassen ist, ist es eine der besterhaltenen Burgruinen in Schottland. Die heutige Ruine wurde im 16. Jahrhundert erbaut, aber der Turm im Südwesten soll deutlich älter sein. Denn auch hier schon William Wallace Zuflucht gesucht haben. Wer Geister sucht, kann in diesem schottischen Geisterschloss dem Klassiker begegnen, der „Weißen Dame“.

Die trutzige Burg Elcho Castle, wo die weiße Dame spukt.

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle ist vermutlich die meistfotografierte Burg von Schottland und sie gehört auch zu den meistfotografierten Burgen der Welt. Die Lage der Burg am kristallblauen See inmitten der rauen Highlands ist traumhaft. Hier wurden viele Filme gedreht, z. B. Braveheart*, Prinz Eisenherz*, Highlander*, Elizabeth – das goldene Königreich*, Rob Roy* oder Verlockende Falle*.

Erbaut wurde die Burg Anfang des 13. Jahrhunderts als Schutzfestung gegen Wikinger. Ursprünglich gehörte die Burg dem Clan der Mackenzies of Kintail, ab dem 14. Jahrhundert dem Clan der Macrae.

Diese Burg soll von einem spanischen Soldaten heimgesucht werden, der 1719 während des ersten Jakobitenaufstands bei einer Belagerung ums Leben kam. Auch der Geist von „Lady Mary“ wurde in einem der Schlafzimmer der Burg gesichtet, leider konnte ich nicht herausfinden, welche Farbe ihr Kleid trägt. Im See Loch Duich kann man manchmal die Schatten oder Silhouette eines seltsamen Wesens beobachten. Es wird berichtet, dass es sich um eine riesige Wasserschlange handeln soll, ähnlich sie das Monster von Loch Ness. Legenden erzählen, dass drei Selkies (schottischen Meerjungfrauen) im Loch Duich leben. Sie spielen den Menschen manchmal Streiche.

Eilean Donan Castle – das Postkarten- und Kalendermotiv

Urquhart Castle

Die bekannteste Sagengestalt von Urquhart Castle ist natürlich Nessie, das Monster von Loch Ness, denn die Burgruine liegt direkt am See Loch Ness. Die erste urkundliche Erwähnung des Monsters von Loch Ness stammt angeblich aus dem 6. Jahrhundert, denn in den Annalen des St. Columban wurde auch ein Seedrache am Loch Ness erwähnt.

Die genaue Erbauungszeit der Burg ist nicht bekannt. Eine Vorläuferburg soll hier schon im 6. Jahrhundert gestanden haben, bewiesen ist das jedoch nicht. Im 13. Jahrhundert war die Burganlage im Besitz des Clans Urquhart, fiel aber sehr früh an den Clan Comyn.

Urquhart Castle – Findet Nessie!

Castle Stalker

Die Ruine vom Castle Stalker war früher bestimmt uneinnehmbar und auch heute noch ist sie nur sehr schwer zugänglich, da sie auf einer kleinen Insel inmitten eines Sees liegt. Lediglich bei Ebbe kann man die Burg zu Fuß erreichen, sie befindet sich jedoch im Privatbesitz. Kommt Euch die Burg bekannt vor? Es ist die Gralsburg „Schloss von Aaaaaaarh“ aus dem Monty Python Film „Die Ritter der Kokosnuss“*.

Geistergeschichten werden keine über diese Burg erzählt. Eine Legende berichtet aber, dass kurz vor dem Tod des letzten Oberhauptes aus dem Clan der Stewards eine glänzende Kugel über der Burg erschienen sein soll. Diese ist verschwunden, als der Clanführer starb. Seit dem wurde der Feuerball immer wieder gesichtet.

Die Gralsburg von Monty Python – Castle Stalker

Doune Castle

Ich bleibe erstmal bei den „Ritter der Kokosnuss“, denn Doune Castle wurde von Monty Pythons fast inflationär verwendet. Es ist das Schloss Dosenschreck, Burg Camelot und das Sumpfschloss. Kommt Euch die Burgruine bekannt vor? Das ist nicht unwahrscheinlich, denn hier wurden sehr viele tolle Filme und Serien gedreht. Es ist die Burg Leoch aus der Serie „Outlander“* und Teile der Burg dienten als Schloss Winterfell in „Game of Thrones“.

Erbaut wurde Doune Castle 1390 von Robert Stewart. Im Laufe der Jahrhunderte diente die Burg mehreren Königen als Jagdschloss oder Zufluchtsort, darunter auch Maria Stuart. Sie soll sogar hier spuken, da sie hierher verbannt wurde. Häufig berichten Besucher von einer Frau in einem blutroten Kleid, die man in einem der Fenster sehen kann. Das ist tatsächlich die erste „Red Lady“ des Posts.

Dunstaffnage Castle

Die Burg Dunstaffnage gehört zu den ältesten Steinburgen in Schottland, erbaut wurde sie Anfang des 13. Jahrhunderts. Erbaut wurde sie vom Clan der MacDougalls, ab dem 15. Jahrhundert ging sie in den Besitz des Campbell Clans über. Flora MacDonald soll hier gelebt haben, bevor sie Bonnie Prince Charlie zur Flucht aus dem Tower of London verhalf.

Spuken soll in dieser schottischen Geisterburg ein Dienstmädchen im grünen Kleid, die „Green Lady“. Es ist jedoch nicht bekannt, wer diese Dame war.

Dunstaffnage Castle – eher unbekannt und doch sehr interessant

Huntly Castle

Die Burg von Huntly gehört zu den imposantesten Ruinen, die ich in Schottland entdeckt habe. Erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert, damals war es aber noch eine einfache Holzburg, die immer mehr ausgebaut wurde. Von Anfang an war die Burg im Besitz des Clans Gordon. Im 15. Jahrhundert brannte die Burg bis auf die Grundmauern aus und wurde fast vollständig neu erbaut. Das heutige Erscheinungsbild stammt aus dieser Zeit.

Seltsames wird über den Tod des 5. Earl of Huntly, George Gordon berichtet. Gordon starb am vergifteten Essen und wurde in einer Kammer aufgebahrt. Mehrere Diener, die sich in der Nähe der Kammer befanden, fielen in Ohnmacht und nach dem Erwachen berichteten sie von starker Kälte. Aus der Kammer des Toten kamen seltsame Geräusche, obwohl sich kein lebendes Wesen dort befand.

Das ist aber noch nicht alles, die Dame des Hauses fehlt noch. Im Huntly Castle kann man zwei weiblichen Geistern begegnen, einer weißen und einer grünen Damen. Die „White Lady“ soll Mary Eleanore Bowes, verwitwete Lady of Strathmore sein, die „die unglückliche Gräfin“ genannt wurde. Ihr zweiter Ehemann war ein Betrüger, der sie misshandelte und gefangen hielt. Ihr Schicksal war die Vorlage für den Roman „Barry Lyndon“* von William Makepeace Thackeray. Mary Eleanor Bowes war übrigens die Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter von Queen Elizabeth. Hier spukt also ein sehr bedeutender Geist.

Die „Green Lady“ soll eine Hausangestellte sein, die sich umgebracht, weil sie unehelich schwanger war.

Inverlochy Castle

Die Burg von Inverlochy wurde im 13. Jahrhundert vom Clan Comyn erbaut, später fiel sie in den Besitz des Clans Cameron und dann in den Besitz des Earls of Huntly. Zwei bedeutende Schlachten um Schottlands Unabhängigkeit haben in der Nähe von Inverlochy stattgefunden. Seit dem 17. Jahrhudert ist die Burg verlassen, sie verfiel zur Ruine. Im 19. Jahrhundert wurde neben der Ruine eine imposantes Herrenhaus gebaut, wo sich heute ein Hotel befindet.

Inverlochy Castle soll von einem männlichen Geist heimgesucht werden, der einer der früheren Besitzer und Gouverneur der Provinz gewesen sein soll. Andere Berichte erzählen von Schritten, die man nachts hören kann und die an eine Armee erinnern. Es soll sich dabei um die hier gefallenen Soldaten handeln. Auch ein weiblicher Geist wurde gesichtet, eine Frau Namens Agnes, die als Hexe verurteilt wurde und starb.

Geister-Burgen in Schottland – fast jedes Schloss ist ein Spukschloss

Die meisten Geschichten, die ich im heutigen Artikel erwähnt habe, stammen aus dem Buch „Castles of Scotland“ von Martin Coventry*. Obwohl das ein ganz gewöhnlicher Reiseführer zu schottischen Burgen und deren Geschichte ist, wird zu fast jeder Burg eine Geistergeschichte erzählt. Das ist so in Großbritannien, hier hat jedes ältere Gebäude einen Hausgeist. Entweder wird die Insel deutlich mehr von Geistern heimgesucht, als das europäische Festland oder die Menschen dort haben mehr Fantasie. Die Engländer und Schotten glauben deutlich mehr an übersinnliche Phänomene als die Deutschen. Außerdem bewahren die Menschen mehr die Traditionen und ihre Sagen und Legenden, während in Deutschland sehr viele in Vergessenheit geraten sind.

Bei der nächsten Reise nach Schottland haltet die Augen und Ohren geöffnet, vielleicht begegnet Euch dann auch eine geheimnisvolle Dame in einem der vielen alten Gemäuer.

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Kommentare (4)

  • Mein persönlicher Gruselfavorit ist Stirling Castle, habe dort angebliche Bilder der diversen Ladies gesehen, da kann man schon mal blass werden ;-) Rein optisch gesehen ist meine Lieblingsburgh Kilchurn Castle, das einfach zu romantisch gelegen ist, kenne mich nicht mit den dortigen Geistern aus, aber sie wirkt schon recht gruselig.

    • Ich glaube, ich müsste nur einer Lady begegnen, da wäre ich schon so blass. Ich muss gestehen, dass ich Kilchurn Castle nicht besucht habe, bei der Fülle von Ruinen waren leider viele nicht drin. Aber es wird höhste Zeit, wieder hinzufahren.